
Eine Meerfahrt
Es war im Jahre 1540, als das valenzische Schiff Fortuna die Linie passierte und in den Atlantischen Ozean hinausstach, der damals noch einem fabelhaften Wunderreiche glich. Die lumpige, tapfere und allezeit vergnügte Mannschaft fragte wenig nach dem schlechten Zustand des Schiffes und wollte mit Gewalt neue Länder entdecken, nur der Schiffshauptmann Alvarez stand nachdenklich am Mast gelehnt, da eine rasche Strömung sie unaufhaltsam ins Ungewisse von Amerika abtrieb. Von der Spitze des Verdecks schaute der fröhliche Don Antonio, ein armer Student aus Salamanca, der neugierig mitgefahren war, ins fremde Meer hinaus und hoffte insgeheim, Kunde von seinem vor vielen Jahren auf See verschollenen Oheim Don Diego zu erhalten. Schon zwei Tage waren sie ohne Land in Sicht gesegelt, als sie unerwartet in eine fast eine Woche währende Windstille gerieten, während der der hagere gelbe Alvarez unbeweglich in seinem ledernen Armstuhl saß.






