
Jahrmarkt
Sinds die Häuser, sinds die Gassen, fragt der Sprecher, ach, ich weiß nicht, wo ich bin, denn er hat hier einst ein Liebchen gelassen, und manches Jahr ist seitdem hingegangen. Schöne Frauen sehen ihm aus den Fenstern freundlich ins Gesicht, doch keine schaut so frischlich wie einst sein liebes Liebchen, und als er bang an ihrem Haus pocht, stehen die Fenster leer, denn sie ist längst ausgezogen, und es kennt ihn keiner mehr. Ringsum auf dem Jahrmarkt herrscht ein Rufen und Handeln zwischen schmucken Waren und buntem Schein, und mitten in diesem lustigen Gewimmel sieht er sein Liebchen traurig neben einem vornehmen Herrn, der sie stolz und ernst am Arm führt, mit verblasstem Mund und gebrochenem Blick, wie sie seltsam lange und stumm noch auf ihn zurückschaut.






