Einige Gedichte

Friedrich Schiller · Kapitel 8 von 17

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Einige Gedichte

Das Mädchen von Orleans

Willkommen waren alle Gäste,

Doch nahte sich ein liebend Paar,

Dem reichte sie der Gaben beste,

Der Blumen allerschönste dar.

 

Das Mädchen von Orleans

 

Das edle Bild der Menschheit zu verhöhnen,

Im tiefsten Staube wälzte dich der Spott;

Krieg führt der Witz auf ewig mit den Schönen,

Er glaubt nicht an den Engel und den Gott;

Dem Herzen will er seine Schätze rauben,

Den Wahn bekriegt er und verletzt den Glauben.

 

Doch, wie du selbst aus kindlichem Geschlechte,

Selbst eine fromme Schäferin wie du,

Reicht dir die Dichtkunst ihre Götterrechte,

Schwingt sich mit dir den ew'gen Sternen zu.

Mit einer Glorie hat sie dich umgeben;

Dich schuf das Herz, du wirst unsterblich leben.

 

Es liebt die Welt, das Strahlende zu schwärzen

Und das Erhabne in den Staub zu ziehn;

Doch fürchte nicht! Es gibt noch schöne Herzen,

Die für das Hohe, Herrliche entglühn.

Den lauten Markt mag Momus unterhalten,

Ein edler Sinn liebt edlere Gestalten.

 

Das Spiel des Lebens

 

Wollt ihr in meinen Kasten sehn?