Einige Gedichte

Friedrich Schiller · Kapitel 10 von 17

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Einige Gedichte

Der Abend (Nach einem Gemälde)

Ihn riß ein tiefer Gram zum frühen Grabe.

"Weh dem", dies war sein warnungsvolles Wort,

Wenn ungestüme Frager in ihn drangen,

"Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld,

Sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein."

 

Der Abend (Nach einem Gemälde)

 

Senke, strahlender Gott—die Fluren dürsten

Nach erquickendem Tau, der Mensch verschmachtet,

Matter ziehen die Rosse—

Senke den Wagen hinab!

 

Siehe, wer aus des Meers kristallner Woge

Lieblich lächelnd dir winkt! Erkennt dein Herz sie?

Rascher fliegen die Rosse,

Tethys, die göttliche, winkt.

 

Schnell vom Wagen herab in ihre Arme

Springt der Führer, den Zaum ergreift Kupido,

Stille halten die Rosse,

Trinken die kühlende Flut.

 

An den Himmel herauf mit leisen Schritten

Kommt die duftende Nacht; ihr folgt die süße

Liebe. Ruhet und liebet!

Phöbus, der liebende, ruht.

 

Die Antiken zu Paris

 

Was der Griechen Kunst erschaffen,