
Am Ufer bin ich gangen
Am Ufer bin ich gangen, sie schifften auf dem See, mein Herz war voll Verlangen, ich trug ein heimlich Weh, beginnt Brentanos Gedicht: ein Weh, ein Wohl zu sein, so ganz allein, allein, allein! Ich hab hinaus getragen mein Herz, und der es liebt, der muss zu Haus verzagen, der ist zum Tod betrübt, und hört die Turtel schreien, so ganz allein. So ging ich wohl zwei Stunden, und ob ich sein gedacht nur wenige Sekunden, das hüll ich in die Nacht des stummen Herzens ein, so ganz allein, dichtet er weiter, und beschreibt, wie es stürmt und der See Wellen schlägt, unheimlich der Wind saust, doch nie will sie sich gesellen, ein wirres, irres Kind, dem, der sie liebt mit Pein. Und sollt er auch erblinden in seiner Tränen Flut, nie will sie sich verbinden, dem sie am Herz geruht; stirbt er, grabt ihn ein, so ganz allein.






