
Romanzen vom Rosenkranz
In weiter Kammer schlief ich und die Brüder auf stillen Betten, die der Traum umspielet, beginnt Brentanos religiöse Gedichtsammlung: der Amme Lied ertönte still, und nieder die Winternacht mit kalten Sternen zielet. Gesegnet seid, ihr ernsten nächtgen Scheine, die ihr mir in die junge Seele fielet, dichtet Brentano, ich fühlte ruhig mich, in Frieden klar und reine, der Brüder Herzen hört ich um mich schlagen. Der eine sprach im Traum von Wagen und von Rossen, ein anderer rief hinan, hinan, während eine Schwester von ihrem Blumenstrauße sprach, wie er schon wieder frisch erblühen werde. Einer schlummerte heftig bebend und rief mit trotziger Gebärde, seht hin, Geliebte, seht, es schwebet der Luftball hoch, ich habe ihn erfunden, während auf eines Mägdleins Bette der Mondschein heiter erglänzte und die weißen Röcklein auf dem Stuhle zwei Engeln glichen, die ihr still zum Haupte wachten.






