Jandria D'Monica, Schatten der elementaren Magie
Dunkle Gewölbe & seltsame Blicke
Jandria spürte die Kälte auf der Haut und zog mit einem Mal ihre Hand wieder zurück.
„Schon einmal wollte Jemand, den Ausgang erforschen. Doch wurde er danach nie wieder gesehen.“ - lachte die Frau bei den Worten auf. Ihre Blicke richteten sich nun wieder schnell gen der Frau und wollte aus den Worten noch einige Dinge mehr erfahren, doch verklang die Stimme schneller als sie gesprochen wurden. Ihre Hand aber lud Jandria ein, durch die Wand zu schreiten, wo sich in der Zwischenzeit ein geheime Tür geöffnet hatte. Jandria hatte die Frau schon lange nicht mehr im Blick gehabt und so sah Sie nicht,
was jene tat, um diese Türe zu öffnen.
„Folgt mir doch bitte.“ - schien die Frau jedoch weiter mit einer freundlichen Stimme zu sprechen.
Jandria folgte ihr aufs Wort ohne nachzudenken, was sie hinter dieser Tür erwarten würde.
Eine weitere Treppe, welche noch weiter nach Unten führte. Irgendwie hatte der Turm mehr Treppen und geheime Orte, als Jandria von Außen vermuten konnte.
Dieser Ort, er war so geheimnisvoll und doch leicht schrecklich. Denn hin und wieder ertönten auch unerklärliche Geräusche und Töne, welche Jandria nicht einordnen konnte. Dampfschwaden, plätschernder Wasserfall. Wo war Jandria da nur hingeraten.
Seltsame Gerüche waren ebenso zu vernehmen wie das Blut, welches auf dem Tisch lag.
Die Knochen von einigen, sagen wir es mal so, Wesen, welche sie nicht einordnen wollte.
Waren es vielleicht Menschenknochen?
Eine Frage, die in ihrem Kopf brannte und doch keine Antwort finden sollte.
Lange sah sich Jandria in diesem Gewölbe um und vernahm immer mehr und mehr sonderbare Dinge.
Es standen über all Dinge herum und versuchten das große Gewölbe zu füllen.
Jedoch war es sehr Dezent gehalten, wie Jandria vernahm. Der Fluss, welcher durch den Wasserfall entstand rannte durch das Gewölbe von der nördlichen Seite bis zur südlichen Seite und traf dort auf einen Fluss aus Lava, wo das Wasser dann in Schwaden verdunstete und dem Raum eine feucht warme Luft schenkte. Die Luftfeuchtigkeit in diesem Gewölbe war so unglaublich Hoch, das Jandria oftmals gar nicht mehr richtig Atmen konnte. Sie öffnete die beiden oberen Scharniere ihrer leichten Robe um ein wenig besser Atmen zu können,
doch gelang es trotz etwas weiterer Öffnung am Hals nicht. Jandria schwankte auf ihren Beinen hin und her und ab und zu kam es ihr vor, das sie meinte sie würde die Besinnung verlieren. Sie schritt über die kleine Brücke, welche das Wasser überquerte und ging dann an den Tisch, wo viele alchemistische Dinge standen. Tränke und Essenzen standen herum und interessierten Jandria sehr.
Es war ein Ort, welcher von Magie und Alchemie sehr erfüllt war und doch hatte er auch was unheimliches, gar so als würde der Tod hier wohnen.
Weiter schwankten ihre Blicke umher und erblickten einen Sarg sowie die Streckbank und sie ging herüber. Die Frau folgte ihr auf Schritt und Tritt und nach einer Weile stand sie hinter Jandria.
Erschrocken als die Worte der Frau erklangen, drehte sich Jandria um und ihre Augen fixierten sie starr.
Doch war es kein Gefühl von Hass oder Pein. Im Gegenteil, die Frau hatte was Sonderbares an sich, was den Blick von Jandria nicht mehr los ließ.
Ein warmes und behagliches Gefühl überkam Jandria und sie vermochte der Frau immer weiter zu zuhören.
Sie folgte den Anweisungen der Frau ohne Nachdruck und tat alles was ihr befohlen wurde.
„Komm, setze dich her.“ - sprach sie mit ruhigen und doch anweisenden Worten.
Jandria tat wie ihr befohlen wurde und setzte sich auf die Streckbank.
Die Frau drückte sie mit ihren Händen leicht herunter an den Schultern, so das Jandria auf der Streckbank zum liegen kam. Wie in einer Art Schlaf, lag sie auf der Bank und die Frau hielt ihre Schultern weiter fest.
Ihre Worte erklangen immer noch im Kopf, welche die Frau in der Bank sagte.
„Ihr seit sehr Interessant.“ - brannte es sich immer mehr und mehr hinein.
„Sicherlich habt ihr ein besonderes Blut, was in euren Adern fließt.“ Wieso sprach sie diesen Satz aus? Was hatte es zu bedeuten, das gerade sie nun hier ist?
Doch eine Antwort darauf konnte Jandria sich nicht bilden in diesem Schlaf ähnlichen Zustand.
Sie lag regungslos dar und das letzte was sie merkte war, wie die Frau die Fesseln der Hände öffnete und ihre Handgelenke hinein legte.
Behutsam schloss sie die Riemen und fixierte so Jandria auf der Streckbank.