Jandria D'Monica, Schatten der elementaren Magie
die Ankunft in der neuen Welt
Jandria irrte einige Zeit herum und versuchte immer wieder zu erfahren wer sie ist.
Doch wurde sie von den Menschen oft mit Abscheu und Groll weg getrieben.
Der alte Umhang mit der Kapuze war am unteren Ende schon zerschlissen und die Fransen
geleiteten bei jedem Schritt von ihr über dem Boden. Auch das Tattoo tat ihr übriges dazu, denn niemals hatten die Menschen so etwas vorher gesehen.
Ein Tattoo, besonders Runen, die das Feuer beschreiben im Gesicht eines jungen Mädchens.
Das war nicht normal und erst recht nicht die helle Haut und die roten Augen.
Sie war so Unheimlich, so Anders.
Sie musste hier weg, weg aus dieser Stadt, wo die Menschen Jandria wie eine ausgestoßene behandelt hatten. Doch wohin sollte sie gehen.?
Ihr Gedächtnis lag im Nebel, welcher so undurchsichtig war, das selbst sie nicht Mals mehr wusste
was alles geschehen ist.
Einzig und allein der Name in dem alten Buch Jandria D'Monica erinnerte sie immer wieder und wieder an ihren Namen. Hieß sie so, oder war es der Name eines anderen Mädchen..? Es war ihr Egal von nun an würde man sie nur noch als Jandria kennen.
Das Mädchen, welches keine Erinnerungen mehr an ihrer Kindheit hat und
ausgestoßen wurde von den Menschen der eigenen Stadt.
Lang ging Jandria durch den Hafen und beobachtete die Matrosen, welche an Deck der Schiffe
ihre Arbeit verrichteten.
Sicherlich kein einfacher Weg, welchen sie nun tun würde und doch musste sie hier weg.
Sie ging auf einen der Matrosen zu und fragte nach Arbeit, Arbeit die eine Frau verrichten kann.
Er schleppte sie auch gleich zum Kapitän, welcher ein sehr netter Zeitgenosse war und erklärte ihm, das Jandria auf dem Schiff anheuern möchte.
Der Kapitän lachte auf und erfreute sich der Nachricht, das ausgerechnet ein Mädchen anheuern will und das auf seinem Schiff. Er fragte sie nach ihrem Namen und sie sagte ihm das sie Jandria heißen würde, doch mehr konnte sie ihm nicht sagen, da sie auch nicht mehr über sich wusste.
Für den Kapitän war klar, das 15 jährige Mädchen hatte bei irgend etwas den Verstand verloren und wusste nichts mehr. Er zeigte ihr eine Kabine, wo sie schlafen konnte und machte Jandria mit allem Vertraut was man auf See wissen musste. Sicherlich war sie kein Mann und konnte auch nicht zupacken, aber für Essen und Trinken sorgen und die Wäsche machen reichte es. Jandria war froh, das sie endlich weg von der Stadt kam und legte sich sogleich ins Zeug.
Die Reise über die Meere verliefen mit glücklichen aber auch unglücklichen Tagen.
Auch der Kapitän, welcher schon ein alter Mann war, wusste das er nicht mehr lange zur See reisen würde und er bald seinen Platz bei den Göttern erhalten würde.
Jandria fand es traurig und so versuchte sie aus dem Buch, welches sie immer bei sich trug einen Zauber zu sprechen, welcher dem Kapitän die Schmerzen lindern sollte.
Doch nichts half ihm, denn der Tod forderte sein Tribut für die langen Jahre auf See.
Drei lange Jahre gingen vorbei, drei lange Jahre auf See wo sie hin und wieder an irgend einer Insel anlegten um einen Landgang zu machen oder die Rationen des Essens und des Wassers wieder auf zu füllen.
Jandria wusste, das nichts mehr so sein wird wie früher und auch sie sehnte sich nach einem neuen Zuhause, wo sie in Ruhe ihre Studien weiter voran treiben könnte, mit oder ohne Hilfe. Nach etlichen Jahren auf See und jede Menge Studien, welche Jandria an Board
tätigte, kamen die Männer an ein EilandWelcher nach einer Weile dann auch von Board ging, ohne ihr noch einen Blick zu würdigen. Sie saß noch eine lange Zeit an Board und las und so kam es, das sie die Zeit vergaß.
Die Lichter der Stadt schienen Hell und Jandria wurde von einem Geräusch an den Trassen
des Stegs, welcher zum Hafen der Stadt herunter führte aus ihren Studien gerissen.
„Wer ist da ?“ - rief sie mit einer leisen Stimme, doch Niemand antwortete ihr.
Es war auch zu Dunkel, um genau zu erkennen, ob Jemand oder Irgendwas dort ist.
„In Lor.“ - murmelte sie leise und über ihre Augen legte sich ein leichter weißer Schimmer.
Nach diesen Worten, welche sie an der alten Akademie lernte, klarte sich ihre Sicht auf und
es war so, als würde die Sonne den Hafen und alles herum erleuchten.
Langsam schweiften ihre Blicke umher und versuchten in der Umgebung, woher das Geräusch
kam, etwas zu erkennen, doch dort war nichts. „Herr Je, hier kann man ja nur Wahnsinnig werden auf diesem Schiff.“ - und ging zurück um ihr Buch zu holen, welches noch auf dem Platz mit der Laterne lag.
Sie packte alles ein und löschte das Licht der Laterne. Unbehagen fühlte sie, doch auch war der Reiz des Neuen da. Sollte sie hier gar Dinge finden, welche sie aus ihrer alten Heimat nicht kannte.
Die Neugier packte Jandria und sie schritt langsam von Board. Die Trassen des Stegs knarrten laut auf, obwohl sie eigentlich eine leichte Person war.
Es dauerte auch nicht lang und sie stand mit beiden Füßen auf dem Hafenboden der Stadt..
Eine Insel, so sah es erst aus für Jandria.
„Was soll ich auf einer Insel, gibt es da Bücher, gibt es da Wissen über Magie?“
murmelte sie wohl eher fluchend.
„Ich bleib lieber hier und lerne weiter.“ und sie steckte die Nase wieder in ihr Buch.
Einer der Matrosen, welche auf dem Schiff angeheuert hatten, sah wie Jandria dort
saß und ging herüber zu ihr.
„Sag Mädchen.“ - sprach er leise, so wollte Er sie sicherlich nicht erschrecken.
„Magst du nicht auch ein wenig an Land gehen und die schönen Dinge dieser Stadt sehen?“ -
und sein Blick fiel auf das Buch, welches Jandria in den Händen hielt.
Ihr Haupt wendete sich auf zu ihm und ihre Augen funkelten auf, als er so vor ihr stand.
Das Pentagramm begann zu schimmern und der junge Matrose wusste nicht wie ihm geschah,
als Jandria das Wort gegen ihn erhob.
„Wieso soll ich auf diese Insel gehen, dort gibt es sicherlich kein Wissen über Magie oder
andere Dinge, welche für mich Interessant sein könnten!“ - sprach sie mit einem leichten Beben
in ihrer Stimme.
„Also geht ihr ruhig an Land, lasst euch voll laufen in den Tavernen und nervt mich nicht, bei meinen Lehren.“ - murrte Jandria ihn an. Der junge Mann war sicherlich nicht sonderlich klug, dachte sich Jandria, denn er stand immer noch
vor ihr und musterte alles ganz genau.
Dann erhob auch er seine Stimme und sprach mit klaren Worten -„Nun hier gibt es in der Tat eine Akademie der magischen Künste sowie Bibliotheken.“
„Viele Magier und Kundige sowie Lehrlinge habe ich bereits hier gesehen, glaubt mir wertes Fräulein, wenn Ihr hier nicht fündig werdet, wo dann sonst.“
Jandria blickte ihn an und die roten Augen fingen an zu starren, als er ihr erklärte, das es doch gebildete Magier und Menschen auf der Insel gab, welche die Magie zu nutzen
wissen.
„Sicherlich werde ich es mir bei Zeiten ansehen. Doch nun lasst mich allein.“ - fluchte sie gar förmlich den Junker an. Wo war sie hier nur hin geraten.?
Diese Stadt, welche sich vor ihr auftat, hatte sicherlich interessante Fassetten,
doch blieb genug Zeit um sie alle heraus zu finden? „Na dann mach ich mich mal auf den Weg, hoffentlich hatte der Junge recht, sonst
wird er mich noch kennenlernen.“ - murrte und fluchte Jandria so laut auf, das selbst
der alte Mann, welche am Hafen schlief, vor Schreck aufsprang.
Ihr Blick wendete sich zum Ihm und sie lachte nur auf. „Keine Angst, euch meinte ich nicht.“ - und schritt dann weiter in die dunklen Gassen
der Stadt.
Viele Menschen waren nicht zu gegen, wieso sollten sie auch, denn es war Nacht.
Einzig und allein ein paar Stadtwachen liefen umher und hielten Patrouille.
Die paar Straßenschilder, welche nur spärlich beleuchtet waren, gaben Aufschluss darüber,
wo Jandria gerade herum irrte.
„Ah, der bunte Markt von Ansilon.“ - lachte sie auf, als sie das Schild las.
„Na dann, sicherlich werde ich hier nichts finden, was für mich von Interesse sein könnte.
Doch ist es immer noch besser, als auf dem alten Schiff zu verharren.“ - schürzten sich kurz ihre Lippen und formten ein kleines Lächeln.
Jedoch was Jandria nicht wusste war, das sie in eine Welt gekommen war, wo man magische Dinge direkt auf dem Markt erwerben konnte, was ihr Wissen mehr füllen sollte, als sie es sich vorstellte.
So schlenderte Jandria über den prachtvollen Markt von Ansilon und schaute hier und da.
Viele Schneider und Schreiner aber auch Bastler und andere Verkäufer gab es hier.
Nette Gewänder und Ketten, welche ihren Körper hätten sicherlich zieren können.
Doch sie mochte es auch nicht sonderlich. Es war ihr unwichtig, kostbare Geschmeide zu tragen oder wie die andere Damen
darauf zu achten, wie die neusten Kleider an einem aussehen. So ging sie weiter und es roch in dieser Ecke stark nach Tränken und Kräutern, welche
sie auf See schon lang nicht mehr gerochen hatte. Ihre Nase sollte sie nun leiten.
So kam Jandria an ein Haus auf dem Markt an wo noch Licht brannte.
Sie ging hinein und einige Verkäufer hatten sonderbare Dinge auf den Tischen liegen.
Runen, Stäbe, Bücher und Pergamente. Ja sogar Folianten waren dort.
War sie hier Richtig? Sollte sie am Ziel sein ihrer Suche? Ihr Haupt wanderte hin und her und sie konnte sich kaum von den Dingen los reißen,
die Garwain und Seth anboten.
Aber auch Uschi, welche versuchte Jandria immer wieder und wieder mit Tränken zu locken.
Herrlich war es für sie und doch fand Jandria immer noch nicht, wonach sie suchte.
„Sagt werter Seth, habt Ihr nicht auch ein paar... nun ja sagen wir es mal so... Pergamente, welche
die Worte der elementaren Magie beherbergen?“ - schaute Jandria ihn mit ihren roten Augen an,
als sie die Worte aussprach.
Der Mann blickte starr in ihre Augen und bekam nur ein paar Worte heraus.
„Ja doch, die habe ich.“ - und zitterte ein wenig. „So zeig mir sie und hab keine Angst, ich werde dich schon nicht beißen.“ - lache Jandria ihn an.
Er kramte aus der Kiste einige alte Rollen hervor, welche gebunden waren mit roten, blauen, grünen Schleifen. Sie nahm Jene an sich und nickte dann freundlich. „Ich danke werter Herr.“ - und ging dann nachdem sie ihm einige Goldmünzen zu warf.
„Sicherlich werde ich noch andere Dinge hier finden, doch erst einmal, werde ich schauen ob ich diese netten Neuerwerbungen auch gebrauchen kann. Wenn nicht werfe ich sie dem Händler um die Ohren.“ - lachte sie teuflisch auf.
Jandria schritt wieder auf die nachgefüllte Straße hinaus, und die Kapuze ihres Umhangs fand
wieder ihren Platz auf den Kopf von Ihr.
Ihre Sinne waren wie umnebelt und besonders verspürte sie ein brennen in ihrer Handfläche.
Was war es nur, das es so brannte?
Eine Frage welche Jandria sich nicht beantworten konnte.