Jandria D'Monica, Schatten der elementaren Magie

der schmerzhafte Abschied

 

Es war wieder einer dieser Tage.

Jandria saß in der Akademie und studierte einige Bücher über die Elemente, denn

die Prüfungen zum Lehrling standen bevor. Sie las etwas über Zauber wie die Elementkugel des Feuers sowie Elementaranalyse und

Elementheilung.

Fasziniert von den Dingen, schrieb sie sich einige Dinge auf und hin und wieder murmelte

sie die Worte in sich hinein, welche diesen Zauber vollenden sollten. Sicherlich war es noch nicht an der Zeit, jenes zu tun, denn sie hatte noch ein paar andere Prüfungen zu absolvieren ehe Jandria zur Prüfungen zugelassen wurde.

Doch das war ihr egal, so wollte schon vorbereitet sein für diesen Tag.

Auch das Tattoo unter ihrem Auge wurde zwar mit Missgunst angesehen und doch wurde Jandria damit von ihren Eltern akzeptiert.

Sie war schon immer was Besonderes und somit mochte sie auch wieder einmal ausdrücken,

das Jandria auch hiermit Besonders war.

Ebenso der Kleidungsstil und die Haarfarbe änderte sich von mal zu mal mehr.

Oftmals war es so, das sie sehr viel Schwarz tragen würde. Eine Farbe, welche eher voll Trauer und Leid steckte und auch die Schminke passte sie immer danach an.

Die Lippen oftmals in einem dunklen Ton bis Schwarz und die Augen dazu betont, färbte sie auch ihre Haare passend. Schwarz Lila leuchteten sie auf und schimmerten oft sehr schön im Sonnenlicht wie ein Obsidian.

Jandrias schon recht auffällig helle Haut wurde hier durch oft noch Bleicher da gestellt.

So vermochten auch die anderen Schüler der Akademie das zu vernehmen und peinigten sie mit Worten wie Untotes Weib oder gar Hexe.

Doch sie war keine Hexe oder gar Untot, sie war anders als Andere und das vermochte Jandria auch zu zeigen bis zu jenem Tage.

Jandria saß wieder einmal im Hofe der Akademie und las in einigen Pergamenten und Folianten herum und studierte. Eine Gruppe von Kommilitonen, welche mittlerweile einen anderen Weg als sie eingeschlagen hatten, stand ebenso da und schauten Jandria immer wieder mit verabscheuungswürdigen Blicken an. Rahel, ein junger Magier, welcher im Alter von Jandria war, machte abfällige Bemerkungen über ihr Aussehen und besonders über die roten Augen von Ihr.

Sie sei kein Mensch wie sie, sondern eine Missgeburt und gehörte nicht an die Akademie.

Jandria vernahm die Worte und richtete ihren Blick starr auf Rahel. Sie wusste, das sie ihn damit aus der Reserve locken würde und auch das die anderen Schüler lieber ihm als ihr beistehen würden. Doch das interessierte Jandria nicht mehr im geringsten. Sie schlug ein Bein über das andere und versuchte wieder ihre Gedanken auf die Rollen zu legen und die Zauber die darin standen. Wieder viel ein Satz, welcher Jandria nun doch zum Überkochen brachte.

Rahel erwähnte sogar ihre Eltern darin und meinte, das die Eltern besonders gestraft sein, da sie besonders gute Lehrer waren hier und sie so eine abscheuliche Kreatur als Tochter nicht verdient hätten.

Jandria platzte der Kragen und mit einem Satz sprang sie auf und warf die Rollen und Folianten in die Ecke. Fluchend ging sie auf Rahel zu und ihre Augen wurden mit dem Blick durchdringender als sie es je waren. Mit kurzen aber schnellen Schritten stand Jandria vor Rahel, und raunte ihn entgegen,

was er sich erdreisten würde, ihre Eltern mit in das Gespräch ein zu beziehen.

Ihre Hand, welche im Handschuh versteckt war schmerzte regelrecht auf und brannte richtig.

Rahel aber sah es als Scherz an, was Jandria da machte und peinigte sie immer weiter und weiter mit Worten und schubste sie sogar von sich weg mit den Worten, das eine Missgeburt wie sie es unterlassen sollte ihn zu berühren.

Jandria vermochte ihre Wut nicht länger zu zügeln und stürzte sich mit aller Kraft auf Rahel und rammte ihn damit zu Boden. Eine lange Rangelei begann und als Jandria die Oberhand über Rahel hatte und auf ihm saß, riss sie ihren Kopf herum und schaute alle Mitschüler mit einem irren Blick an.

Dann ging ihr Kopf herunter an Rahels Ohr und sie biss so feste zu, das als Jandria ihren Kopf bei Seite riss, das Ohr von Rahel gleich mit abriss.

Rahel, welcher unter Schmerzen auf dem Boden lag hielt sich mit beiden Händen an der Stelle und sah unter schmerzerfüllten Augen Jandria an.

Sie saß immer noch auf ihm und wie von Sinnen kaute sie auf dem Ohr herum und schluckte es dann herunter. Die Mitschüler waren so voller Ekel und Hass gegen sie, das sie sogleich zum obersten Magus rannten und ihm berichteten, was auf dem Hofe vorgefallen sei.

Sogleich machten sich die Mitschüler samt Magus und ihren Eltern auf den Weg zum Hof,

wo Jandria immer noch mit Blut verschmierten Gesicht saß. Ihre Galathea und Goradon wollten ihren Augen und Ohren nicht trauen und rissen Jandria von Rahel herunter. Sie stoßen sie bei Seite um zu sehen ob man Rahel noch helfen konnte und sahen immer wieder von ihm ab gen Jandria. Als sie aber fragten wo das Ohr sei, zeigten alle Mitkommilitonen auf Jandria und wie aus einem Munde kam es heraus, das Jandria das Ohr gegessen hat.

Dieses war der Moment, wo auch ihre Eltern Jandria, ihre einst so geliebte Tochter nicht mehr erkannten.

Sie verwiesen sie der Akademie und verstießen sie aus ihrer Familie.

Mehr als ein furchterregendes Lächeln kam nicht mehr von Jandria über die Lippen und so erklangen die Worte von Ihr wie eine dunkle Drohung.

„Einst werde ich wieder kommen. Meine Lehren werde ich beenden und euch die ihr hier versammelt seit und mich verstoßen habt leiden lassen.“ - fauchte sie mit einer dunklen Stimme, das selbst Galathea und Goradon Angst und Bang wurde. Der Erzmagus, welcher auch gleich der Hohe Rat der Akademie war lies sie von den heiligen Boden der Akademie entfernen und hinter ihr das Tor schließen.

Nie wieder sollte Jandria diesen Ort betreten dürfen, nie wieder die Schriften und Lehren verinnerlichen.

So lag ein Bann auf ihr, welcher erst gebrochen wird, wenn sie in ein neues Reich kehrt.

Ein neues Reich, welches fern ab der Heimat liegt. So ging Jandria ihren Weg von nun an allein und holte noch ein paar ihrer Sachen sowie das alte in Dämonenleder eingebundene Zauberbuch der Elemente und machte sich auf den Weg zum Hafen. Dort waren sie, Seemänner und Halunken, Gaukler und Diebe. Das ganze Pack, wie man immer sagte und wollten Jandria hier und da auf lungern.

Sie aber wusste sich mittels der Magie oft zu Helfen und so dauerte es auch nicht lange, bis sie verstand, das ihre Magie nicht nur sehr Nutzvoll- sondern auch Tödlich sein konnte. Ein Dieb welcher ihr aber bei einem Gerangel mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf schlug, hatte sie überrascht. Jandria stürzte zu Boden und verlor die Besinnung, doch war die Besinnung nicht das einzige was Jandria verloren hatte. Eine Weile dauerte es bis sie wieder erwachte und es war so, als wenn nichts gewesen wäre.

Das Buch, alles war vorhanden nur eines nicht, ihr Gedächtnis an die 15 Jahre die gewesen.