Jandria D'Monica, Schatten der elementaren Magie

Lehren, Freunde & das Alleinsein

 

Die Zeit nach diesem Vorfall verging wie im Fluge. Jandria wurde daheim immer weiter von den beiden Eltern mehr und mehr in den Dingen,

welche passiert waren unterrichtet und besonders darauf hinaus geschult, die Kräfte zu beherrschen.

Doch auch ein Kind im Alter von 8 Jahren hatte andere Dinge im Kopf.

Freunde, Spielen und auch mal Unfug machen. All die Dinge konnte sie aber seit dem Vorfall nicht mehr tun, denn immer wieder wurde sie von den Kindern aufgrund ihres Aussehens mit den Augen oder der verbrannten Hand gedemütigt. Sie verstoßen sie immer wieder und wieder und so verbrachte Jandria immer mehr und mehr Zeit daheim und las in den Büchern und bildete sich weiter fort.

Die Jahre, welche eigentlich wichtig für ein Kind wahren um Freunde und Begegnungen zu machen, waren ihr schon recht früh genommen worden.

Doch sollte es sich alles ändern mit dem Gang zur Akademie.

So schritten die Jahre hin und Goradon und Galathea sehnten den Tag herbei, das ihre kleine Tochter endlich dort lernen konnte und auch Freunde finden konnte, welche sie nicht nur nach dem Aussehen sondern auch nach den Fähigkeiten beurteilten. Sicherlich würde sie keine Probleme haben, sich in die Gruppen der Kinder einzureihen und doch war immer noch ein Gefühl von Angst im Bauch der Mutter vorhanden.

Es war ein schöner Sommertag und Jandria packte ihren Schulranzen mit allen Dingen, welche sie für die Akademie holen musste zusammen.

Bücher, Federkiele und Tintenfass aber auch die Pergamentbögen fanden alle Platz darin.

So machten sich Jandria und ihre Eltern gemeinsam auf den Weg zur Akademie und freuten sich sehr, denn das kleine Mädchen war sie schon lange nicht mehr in den Augen ihrer Eltern. Sie würde von Heute an in ihre Reihen treten und ihren Weg weiter gehen.

Angekommen an der Akademie, standen auch schon mehrere junge Schülerinnen und Schüler im Hof und warteten ungeduldig auf ihre Lehrer.

Auch Jandrias Eltern machten sich nun auf den Weg in die Lehrsäle und ließen sie eine Zeit lang allein draußen Stehen. Sie wusste, das sie gleich wieder kehren würden und sie mitnehmen würden aber hatten sie von Heute an auch wieder ihre Arbeit zu verrichten, als Lehrkräfte der Akademie.

Ein paar Mädchen tobten und lachten herum und Jandria ging zu Ihnen herüber und wollte mit ihnen spielen. Voller Unbehagen schritt sie immer näher und näher heran und die Mädchen sahen es.

Nach einer Weile des Zugsehens sprach eines der Mädchen, Josephine war ihr Name, Jandria an ob sie nicht Lust hätte mit ihnen zu spielen.

Spielen, was war das für ein Wort.

So etwas hatte Jandria schon lange nicht mehr gemacht, besonders nicht mit Kindern in ihrem Alter.

Ein Lächeln tat sich auf den Lippen der kleinen Dame legen und sie legte ihren Ranzen beiseite und spielte freudig mit. Josephine stellte die andren Mädchen vor und es dauerte auch nicht lange das Jandria ein paar Freunde gefunden hatte.

Als die Lehrkräfte aus dem Saal heraus traten, standen alle jedoch wieder mit ihren Ranzen ordentlich in einer Reihe und selbst Jandrias Eltern sahen den freudigen Blick ihrer Tochter im Gesicht. Es war schön, sie wieder Lachen zu sehen und sie sahen ebenso, das sie neue Freunde gefunden hatte.

Eine kleine Gruppe Mädchen, hatten Jandria in ihren Kreis aufgenommen und mochten sie so, wie sie war. Zwar Anders aber dennoch eine von Ihnen.

Lange blieben sie nicht auf dem Hofe, denn es sollte schon recht schnell los gehen, das die Schüler in die Klassen kamen.

Von da an hieß es Lernen und noch mal Lernen, denn dazu ist die Schule da.

Spaß haben kann man in den Pausen und mit seinen Freunden herum tollen.

Auch Jandria bemerkte bald, das ihre Lehren zu Hause sehr hilfreich waren, denn sie war bereits

schon weiter unterrichtet als die meisten Schülerinnen und Schüler ihrer Klasse.

Das fiel auch selbst den Lehrern auf und sie forderten das Kind immer mehr und mehr.

Doch auch Jandria wollte mehr lernen, hatte ihr kleiner Kopf doch ein Ziel.

Sie wollte sie beherrschen, die Macht der Elemente, welche in dem alten Buch beschrieben waren.

Jahre des Lernens gingen dahin und eine Prüfung folgte der Anderen.

Jandria und ihre Mädchen wuchsen zu Damen heran, welche natürlich nicht nur noch die Magie

im Kopf hatten, sondern hier und da wurde auch über Jungs und die neusten Kleider diskutiert in den Pausen. Oftmals trafen sich die Mädchen auf dem Hof mit einer Gruppe Jungs aber Jandria fühlte sich sehr ausgeschlossen dabei. Sie las lieber in ihren Pergamenten und Büchern und so kam es das die Freunde von Einst sich immer mehr und mehr auseinander lebten.

Zwar lernten sie noch zusammen in den Klassen aber die Freizeit sah wieder anders aus für alle.

Der alte Trott kam schnell wieder und so kam es, das Jandria oftmals mehr zu Hause im Arbeitszimmer ihrer Eltern saß und lernte, statt mit ihren ach so herrlichen Freunden zu Feiern. Sie mochte es auch nicht sonderlich, denn der Zeitpunkt war gerade auch sehr unpassend.

Jandria wurde in der Akademie oftmals gehänselt aufgrund ihrer roten Augen und doch ließ sie es sich nicht anmerken. Wieso sollte sie es auch machen, ihre Eltern hatten genug zu tun mit ihrer Arbeit und den Lehren.

Sie wollte sie nicht auch noch damit belasten. Irgendwann wird sie es ihnen schon noch sagen, doch die Studien waren schon sehr weit fortgeschritten und die Zauber wurden immer Aufwendiger.

Jandria wollte die Kraft lieber nutzen, um die Zauber perfekt zu meistern.

In der Reagenzienkunde, war Jandria bereits immer die Beste gewesen.

Sie nutze hier ihr Wissen, was ihr Vater und ihre Mutter ihr bei gebracht hatten und auch schnell war hier klar, das Jandria lieber lernte als Freunde zu haben.

Die Schüler betrachteten sie mehr als Art Streber, die Lehrer aber wussten schon, das Jandria einst eine sehr kraftvolle Magierin sein würde.

Bereits mit dem Alter von 15 Jahren merkte man Jandria an, das sie immer mehr und mehr Interessen an einer bestimmten Art von Magie hegte, welche sie bis zu dem Alter sehr gut verdecken konnte. Die Elemente zu beherrschen, sie zu kontrollieren und nutzen zu können, das war ihr Weg.

Auch ihre Neigungen zu Feuer, Wasser, Luft und Erde sah man bei Jandria immer deutlicher heraus kommen. Sie saß oft bei Dingen, welche mit den Elementen zu tun hatten und studierte sie genau.

So war eine Flamme oft sehr Lehrreich für sie. Wie sie zusammen im Einklang mit dem Wind spielt und sich ändern kann.

Wie sie die Erde verbrannte, so das nie wieder neues Leben auf ihr wachsen würde.

Sie aber auch Wärme und Geborgenheit schenken konnte, als Flamme einer Kerze.

Es war schön für Jandria dieses anzusehen und zu vergleichen.

Oft saß sie auch am Fluss und betrachtete den Lauf. Die Kraft, welche vom Fluss auf sie überging, wenn sie ihre Füße darin baumeln ließ.

Einfach mal mit nackten Füßen auf dem Boden herum zu wandern, das Gras zwischen den Zehen zu spüren oder den Sand und dabei glitt der Wind durch ihre Haare.

Es war alles was besonderes für Sie und nur für Sie. Eines schönen Tages, Jandria machte sich wieder auf den Weg zur Akademie,

kam ein Zirkus in die Stadt gereist und schlug ihre Lager auf. Sicherlich war es immer was besonderes, wenn die Gaukler und Spielmänner

ihre Scherze mit den Menschen hier machten. Aber auch der Markt wurde immer sonderlich schön gerichtet für diese Anlässe

und viele Händler kamen aus dem Land herbei. Jandria saß schon am frühen Morgen in der Bibliothek der Akademie und las einige

Bücher, welche sie sich aus den Regalen geholt hatte und studierte einige weitere Dinge

über die elementare Magie.

Faszinierend fand Jandria jedoch, das die Elemente auch zusammen sehr gut und besonders

auch oftmals Harmonisch zusammen fanden. Sie wollte mehr drüber wissen und las weiter.

Die Schulglocke ertönte laut und der Unterricht sollte beginnen, doch Jandria war zu versunken in den Büchern, das sie es gar nicht mit bekam.

Erst als die Schulglocke das zweite mal läutete schreckte sie auf. In Windeseile packte sie die Bücher ein und rannte herunter zum Lehrsaal.

Die hohe Magierin war bereits schon zu gegen und wie sollte es anderes sein, war es Galathea, ihre Mutter, welche den Unterricht heute leiten sollte, da ein Kollege erkrankt war. Die Blicke Galatheas erreichten Jandria schnell und sie wusste, das ihre Tochter wieder die Nase so tief in den Büchern hatte. So kannte man sie halt, doch musste sie hier als Lehrerin sie auch ermahnen und so bekam Jandria eine große Rüge von ihr. Nach einer Weile des lauten Redens, setzte sich Jandria an ihren Pult und holte ihre Pergamentbögen und den Federkiel hervor.

Sie notierte sich einige Dinge und hörte aber auch gleichzeitig, das einige ihrer Mitkommilitonen etwas über den Jahrmarkt beredeten. Neugierig lauschte sie weiter zu und erfuhr, das nicht nur der Zirkus sehr aufregend sei, sondern das ein Mann aus weit her kam, mit sonderbaren Schriften auf dem Körper.

Niemals hatte jemand so etwas vorher hier in Galadorn und es würde sich herum sprechen,

das er ein Meister dieser Kunst ist und auch die Menschen mit Schmücken würde.

Jandrias Augen glänzten und sicherlich wäre es ihren Eltern auch nicht recht gewesen, wenn sie so etwas auf ihrem Körper hätte, aber sie war halt auch ein junger Mensch, welcher sich gerne über die Befehle der Eltern hinweg setzte.

Ihr war es gleich, was andere mittlerweile von ihr dachten oder über sie sprachen.

Sie wusste, das ihre Lehren ihr zu Gute kommen würden und später einmal würde sie über die anderen Mitschüler lachen, die mit ihrer kleinen Magie die anderen Menschen gerade mal erheitern könnten. Der Unterricht wurde von der alten Glocke im Turm geschlossen und Jandria packte ihre Sachen zusammen und machte sich auf den Weg nach Hause.

Es regnete etwas und so zog sie sich ihre Kapuze über des schwarzen Umhanges und stapfte durch die Ländereien. Nach einer Weile kam sie auch an, doch niemand war zu Hause. Ihre Eltern waren noch in der Akademie und bereiteten den Lehrplan für den morgigen Tag vor.

Das war ihre Chance, dachte sich Jandria und holte einige Kleidungsstücke aus dem Schrank.

Sie probierte hier und da einige Sachen an, bis sie endlich alles zusammen hatte um zum Markt zu gehen. Man sollte sie nicht sofort erkennen, denn dann würde man sicherlich ihre Eltern davon in Kenntnis setzen. Ihr Hauptinteresse galt den Mann zu finden, welcher die Schriftzeichen auf seinem Körper hatte und ihn danach zu befragen. Würde sie genau solche Schriftzeichen auch auf ihren Körper machen lassen wollen?