Jandria D'Monica, Schatten der elementaren Magie
das Zusammentreffen
Lang ging Jandria noch umher und erfreute sich über den Neuerwerb der Pergamente,
welche sicherlich Interessant zu lesen sein würden. Sie ging so lange umher, das sie gar nicht mehr wusste, wo sie eigentlich war.
Eine kleine Holzbank vor einem großen Gebäude war der Platz, wo sie sich nieder ließ
und die Rollen heraus kramte.
Doch der Regen, der in dieser Stadt herrschte, war alles andere als förderlich für die Gesundheit.
So dachte sich Jandria, wieso hier in der nassen Kälte der Nacht herum sitzen, wo es doch sicherlich
drinnen gemütlicher sein mag.
Jandria zögerte auch nicht lange, denn der Regen wurde immer intensiver und auch wie er fiel
war etwas, was sie sehr nachdenklich machte. Sie packte alles gut ein und ging dann hin zur Türe. Als sie die Griffe in die beiden Hände nahm zog sie daran und die beiden großen Metalltüren
gingen wie Portale auf.
„hmmm...Leer.“ - sprach sie zu sich selber. „Außer diesem Magus und zwei anderen Herrschaften ist hier niemand, komisch.“ - murmelte sie und ging dann auf den Magus zu. „Sagt werter Magus, könnt ihr mir sagen, wohin die Menschen alle sind?“ - ihre Augen schienen in einen ruhigen Rhythmus auf ihm zu liegen.
Der Magus aber blieb still und das einzige was er noch tat nach Jandrias bitten hin, ihr ein Portal
zu erstellen, womit sie zur Bank kam.
Dankend nickte sie nur noch und ging dann hindurch. Es kribbelte ein wenig als sie am anderen Ende in einer Art Kamin ankam.
Ihr Blicke kreisten umher und auch in der Bank war niemand zugegen.
Doch hier war es warm und man konnte dem Regen etwas entweichen.
Sie sah die Bänke, welche nicht unweit vom Schalter entfernt waren und ging zu ihnen,
setzte sich nieder und holte ihr Buch aus der Tasche hervor, ebenso aber auch die Pergamente,
die sie auf dem Markt erworben hatte.
Jandria öffnete die Bänder der Pergamente und rollte sie auseinander. Der Vergleich der Runen und die schon vorhandenen Schriften in dem Buche, machten Jandria sehr abwesend und so vermochte sie noch nicht mal die Schritte zu vernehmen von der Dame, welche die Bank betrat.
Lang las sie noch und verglich ehe Jandria dann ihr Haupt hob und die Frau vor sich wahr nahm.
„Oh entschuldigt.“ - stammelte Jandria ein wenig. Die Frau lächelte nur leicht und ihre Stimme erklang mit leichten Tönen.
Eine Weile unterhielten sie sich noch bevor die Dame, welche ihren Namen nicht nannte,
Jandria bittet mit Ihr ein Stück zu gehen. Eigentlich war sie ein eher scheuer Mensch, doch die Frau hatte etwas an sich, was Jandria sich nicht erklären konnte. So folgte Jandria der Dame immer weiter und wusste schon lange nicht mehr, wo sie war.
Doch irgendetwas in ihr sagte ihr, das sie keinen Fehler machen würde.
Eine Weile gingen sie noch durch die Stadt, bis an sie an ein Tor kamen, wo Wachen postiert waren.
Jandria und die Dame standen davor und sahen die Wachen eine Zeit lang an.
Irgendwie wollten die Wachen ihnen nicht das Tor öffnen, doch wollten sie auch ihren Weg weiter fortsetzen. Irgendwann reichte es Jandria so sehr, das sie ihre Stimme erhob und den Wachen schon in einer Art Befehlston ihrer Bitte Nachdruck verleite.
„So öffnet der Dame doch das Tor.“ - fauchte sie gar schon fast mit ihrer Stimme.
Ihre Hand fing wieder an zu brennen, so als würde sie auf Hass und Stress reagieren.
Nach einer Weile, als das Zugtor erhoben wurde, gingen Jandria und die Dame hindurch,
welche mit einem Schnauben nur meinte, das es verschwendete Worte gewesen sein.
Sie wusste nicht so recht, was die Dame meinte und wollte auch nicht weiter über die Worte
nachdenken, doch dachte sie viel nach, wohin die Reise führen sollte.
So unsicher und doch geborgen fühlte sich Jandria schon lange nicht mehr.
Es war, als hätte eine Fügung des Schicksals die Dame zu ihr geführt.
Nicht all zu lang war der Weg, den sie noch gingen und kamen an einem alten Turm an,
der mit einer kleinen Brücke versehen war. Eine Brücke, die über den kleinen Graben führte, um an die Pforten des Turmes zu gelangen.
Jandria blickte sich um und versuchte die Gegend ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen,
doch all zu viel konnte sie nicht mehr vernehmen, denn die Türen öffneten sich bereits und die
Person bat sie herein.
Ein wahrlich prunkvolles Heim war es, mit einer Tafel in der Mitte und einem Kamin, wo ein prasselndes Feuer loderte. Die Wärme schenke Jandria ein schönes Gefühl, wie sie es schon lange nicht mehr kannte.
So blickte sie einige Zeit lang in das Feuer hinein und merkte nicht, wie die Frau einige Dinge
machte.
Als sie angesprochen wurde, fiel Jandria wie aus einer Art Trance heraus und blickte sich um.
Sie vernahm einen Abgang, welcher wohl weit herunter führen sollte. „Wohin geht es da, werte Dame?“ - stammelte Jandria wieder ihre Worte und man merkte das sich ein wenig Angst in der Stimme befand.
„Folgt mir einfach.“ - erklang die Stimme der Frau doch vertraulich. Ein sachtes Nicken konnte man noch vernehmen, ehe der Stab der Frau in Flammen aufging, welche aber nicht heiß waren, wie es schien.
Im Gegenteil, sie hielt ihn weiter in den Händen und das Licht der Flammen leuchteten den beiden Frauen den Weg hinab in die Katakomben.
Sie schritten die Treppe hinab und es war, als würden sie aus einem prunkvollen Raum in eine Art Gewölbe kommen. Lang schaute sich Jandria in dem kaum beleuchteten Raum um und sah sehr viele Dinge, Dinge
die sie vorher aus der alten Welt auch schon kannte. Doch die neue Welt scheint ein paar sonderliche Dinge für sie selber bereit zu halten.
Immer wieder huschten ihre Augen hin und her und versuchten markante Punkte zu erwischen,
jedoch scheiterte es an den Worten der Dame immer wieder. „Seht euch ruhig um.“ - sprach sie und Jandria nickte leicht. Einige Ausgänge waren dort und Jandria war neugierig, wohin sie führten.
So schritt sie auf den Ersten zu und ging hindurch. Es war, als würde es Kalt und Nass werden und doch zog es Jandria hinaus.
Sie erblickte das Wasser des Tümpels, welcher um den Turm sich herum zog und ging dann wieder hinein.
„Sehr interessant.“ - sprach sie mit einer noch recht gedämpften Stimme zur Frau.
Dann versuchte sie wieder weiter markante Punkte zu entdecken. Ein großer hellblauer Arkanenkreis zeichnete sich auf dem Boden ab.
„Wieso blau?“ - murmelte Jandria unverständlich in sich hinein. „Und wieso gerade hier?“- taten sich immer mehr Fragen auf in ihrem Kopf.
Sie schritt weiter um den Kreis herum und vernahm noch eine Öffnung in der Nordwand.
Jandria blickte hindurch, konnte aber durch die Dunkelheit, welche dahinter war, nichts Wirkliches vernehmen. Einzig und allein der kalte und nasse Lufthauch, welcher ihr Gesicht streifte, wurde wahrgenommen.
Jandria zog einen Handschuh aus und wollte so testen, ob etwas hinter dem Durchgang lag und vernahm nicht, was die Frau mittlerweile an dem anderen Teil der Wand machte. Ihre Hand glitt hindurch und das Wasser lief über ihre Hand, welche verbrannt und vernarbt war.