Jandria D'Monica, Schatten der elementaren Magie
Kräfte erwachen in Ihr
Einige Jahre gingen in die Lande Galadorn und auch Jandria wuchs heran zu einem
sehr netten und wohlerzogenen Mädchen. Sie war gerade mal 8 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter Galathea auf dem Sofa saß und
in ein paar Bücher las.
Galathea erfreute sich, das ihre Tochter schon so eifrig in den Büchern blätterte und oftmals
fand sie es lustig wenn Jandria die Worte der Macht aussprechen wollte.
„Im... Ihn... In Lor“ - stammelte das kleine Mädchen und hielt ihren Finger auf der Seite fest.
Galathea erkannte, das Jandria etwas besonderes war. Nicht nur weil sie ihre Tochter war, sondern weil sie in so jungen Jahren schon alles Wissen und erforschen wollte. „Das heißt IN LOR mein kleiner Schatz“ - sprach Galathea zu ihr. Jandria sah ihre Mutter an und lachte auf. „Sag Mutter, kannst du auch diese Worte sprechen?“ - die kleine Dame wurde neugierig und sprang mit einem Satz auf dem Sofa hoch.
„Bitte bitte Mutter, sag es mir. Bitttteeeeeeeeee.“ - zog sie es richtig lang.
Galathea erkannte, das sie Jandria nicht länger die Magie, die Wörter der Macht und besonders nicht die Kräuterkunde verheimlichen konnte.
„Ja mein Schatz, ich kann diese Worte sprechen. So war ich einst Lehrerin an der Akademie.
So wie dein Vater es noch heute ist.“ - und sie sah wie Jandrias Augen bei den Worten strahlten.
„Ich habe auch, so wie du..“ - deutet mit dem Finger auf die Nase von ihr - „Neugierig angefangen und wollte alles wissen.“ - und stupste sie dann leicht an.
„Heute ist wohl der Tag, an dem ich meiner kleinen Prinzessin den ersten Unterricht erteilen kann wie?“ - und Galathea lachte Jandria ins Gesicht.
Jandria freute sich so, als würde es wieder ein Kuchen mit leckeren Honig geben.
Als wenn es Leckereien gäben würden, die Alle nur für sie sind. „Oh ja Mutter, bitte bring es mir bei. Ich lerne auch eifrig.“ - flehte sie ihre Mutter an.
Galathea nickte und legte ihr Buch bei Seite. Sie setzte Jandria auf ihren Schoß und beginn eine alte Geschichte über die Magie zu erzählen.
Die Geschichte war so alt, das es nirgendwo eine Niederschrift gab oder sonstige Dinge, welche darauf hinweisen konnten, wie alles begann.
Doch die mündliche Überlieferung wurde von Jahrhunderten an immer von der Familie weiter gegeben.
Jandria verschlang die Geschichte mit wohlwollen und saugte jedes einzelne Wort auf.
Ihre kleinen roten Augen glänzten und erfreuten sich, so wie immer wenn ihre Mutter ihr Geschichten erzählte. Aber jene Geschichte war anders. Sie war Echt und das wusste sie auch.
Galathea erzählte immer weiter und weiter und so wurde es sehr spät, so spät das Goradon schon von der Akademie kam und seine beiden Frauen auf dem Sofa im Wohnraum sah. Er begrüßte sie wie immer und lauschte dann den Gesprächen der beiden.
Ein Schmunzeln lag auf seinen Lippen als er die Geschichte vernahm, denn auch er hatte sie als Kind immer wieder und wieder hören wollen.
„Ah unsere kleine Prinzessin will also alles über die große Magie wissen.“ - und lachte Jandria und seine Frau an. Jandria sah ihren Vater an und nickte eifrig umher. „Ja Vater, das will ich in der Tat. Das ist so schön.“ - und saß dann wieder im Schneidersitz auf dem Sofa und lauschte weiter. Galathea erzählte weiter und so wurde es Nacht über dem Land Galadorn.
Dunkelheit nahm dem Land das Licht und auch Jandria wurde immer müder.
Als sie einschlief, auf den Beinen ihrer Mutter brachte Goradon sie in ihr Zimmer und deckte sie zu.
Nach einer Weile kam er wieder herunter und unterhielt sich noch lange mit Galathea über sie.
So wollte er nicht wahr haben, das sein kleines Mädchen nun doch schon soweit war, das sie über die Magie redete. Sie war doch noch ein Kind in seinen Augen. Galathea beruhigte ihn aber mit einer liebevollen Geste und sprach dann sanften Tones zu Ihm.
„Wir waren nicht anders in ihrem Alter mein Liebster.“ - und legte dabei ihre Hand auf seine.
„Ja das stimmt, das waren wir. Doch sie wird so schnell Groß.“ - und legte seine andere Hand über ihre drüber. Lange noch saßen beide im Wohnraum des Hauses und berieten, wie es nun weiter gehen sollte mit Jandria. Sollte sie die Akademie besuchen oder würde sie aufgrund ihrer roten Augen von den anderen Verstoßen werden. Sie berieten sich immer wieder und wieder und fanden dann doch zu einer Lösung, welchen allen geholfen war. Jandria sollte an die Akademie gehen und Galathea würde es ihr gleich tun.
Doch wusste sie auch, das es ein Schweres wird, wenn Mutter und Kind in die Akademie kommen.
Die Mutter eine meisterhafte Magierin, welche Unterrichtet und das Kind, welches nun von ihr lernt.
Viele Dinge kreisten herum in ihren Köpfen und doch wussten sie, das Jandria ihren Weg meistern würde.
Was die Zeit bringt, konnte niemand sagen, denn die Zukunft schrieb jeder für sich selber und auch Jandria würde ihre Zukunft sicherlich Weise wählen.
Der neue Tag brach herein und Jandria war schon früh auf den Beinen.
Zu früh wie es sich heraus stellen sollte, denn ihre Eltern lagen noch im Bett und schlummerten.
Die Akademie war geschlossen und so konnten Goradon und Galathea mal wieder einen Tag lang zusammen ausspannen. Doch dabei dachte niemand an die kleine Jandria, welche in der Wohnstube schon eifrig wieder in den Büchern las. In Büchern, wo sie ihre kleine Nase eigentlich noch gar nicht reinstecken sollte.
Gedanken versunken las sie weiter als plötzlich das alte in Dämonenleder geschlagene Buch herunter fiel vom Schrank, direkt in ihren Schoß.
Jandria erschrak fürchterlich und schaut dann auf ihre Beine herab wo das Buch lag.
Es war verziert mit Edelsteinen in verschiedenen Farben und eine besondere Applikation machte ihr Spaß es anzusehen. Die große, fein säuberlich eingearbeitete Feuerkugel inmitten der Steine.
Lange strich Jandria über den Einband und hielt immer wieder mal inne, als ihre kleine Hand auf der Flamme lag. So als ob sie die Wärme der Flamme darin spürte. Dann aber schlug sie, wie von einer Biene gestochen, das Buch auf und blätterte herum.
„Komisch, es sind die gleichen Dinge auf den ersten Seiten, wie auch in dem Buch von Mutter.“ - sprach sie zu sich selber und blätterte immer weiter.
Sie kam an die Seite und sah wieder den Zauber den ihre Mutter ihr erklärt hatte.
„Ah... In Lor.“ - murmelte sie und las weiter. „Ein Zauber, welcher dem Magier oder einem von ihm erwählten Ziel für eine gewisse Zeit
die Sicht in der Nacht verbessert.“ - und Jandria weitete die Augen. „Das muss ich probieren.“ - rannte sie in das Arbeitszimmer ihrer Eltern und holte dort ein paar Kräuter aus der Kiste. „Das müssten sie sein, Spinnenseide und Schwefelasche.“ - und sie packte alles vorsichtig an.
Jandria wusste Bescheid im Umgang mit diesen Kräutern, denn Galathea erklärte ihr von Kindheit auf an, wenn Jandria wieder mal im Zimmer war, wie sie mit den Dingen umzugehen hatte.
Auch dieses Mal war Jandria vorsichtig und verstaute es in ihrem Taschengürtel.