
Keltische Knochen/Gedelöcke
Festgeregnet!, beginnt Raabes Erzählung mit einem einzelnen ausgerufenen Wort: Wem steigt nicht bei diesem Worte eine gespenstische Erinnerung in der Seele auf, eine Erinnerung an eine Stunde, zwei Stunden, einen Tag, acht Tage, wo er oder sie ebenfalls festgeregnet war, an einer Straßenecke, unter einem Torwege, bei einem Freunde, in einer Dorfkneipe, auf dem Brocken, dem Inselsberge, dem Rigi oder dem Schafberge? Es ist eine leidige Vorstellung, festgeregnet, schreibt der Erzähler, grau, greinend und griesgrämlich kriecht sie heran und streckt hundert fröstelnd-kalte, feuchte Fangarme nach dem warmen Herzen aus. In Ischl spazierten die schönen Damen auf der Esplanade im glänzendsten Sonnenschein, als die Reisenden ausfuhren, doch in der Nähe von Laufen zog die allereigensinnigste Dame Natur den Nebelschleier über das Gesicht, und als sie auf dem See schifften, wurde dieser Schleier zum Regen.






