
Mein Weg als Deutscher und Jude
Mein Weg als Deutscher und Jude erschien 1921 bei S. Fischer in Berlin in erster bis fünfzehnter Auflage, dem Freund und Künstler Ferruccio Busoni gewidmet. Wassermann erklärt einleitend, gedrängt von innerer Not und der Not der Zeit wolle er sich, ohne auf Beweis, Verteidigung oder Anklage zurückzugreifen, Rechenschaft ablegen über den problematischsten Teil seines Lebens: sein Judentum und seine Existenz nicht als Jude schlechthin, sondern spezifisch als deutscher Jude, ein Doppelbegriff, der schon dem Unbefangenen einen Ausblick auf Missverständnisse, Tragik und Leiden eröffne. Das autobiografische Essay zählt zu den eindringlichsten deutsch-jüdischen Selbstbefragungen der Weimarer Republik und liest sich heute auch als Vorahnung der kommenden Katastrophe.






