
Leben und Haushalt dreier Wiener Studenten
Wir heben diese drei besonders heraus, nicht als wollten wir von ihnen etwas ganz Besonderes sagen, was von keinem andern gilt, beginnt Stifters 1848 erschienene Schilderung: sondern vielmehr darum, weil sie gerade die ganze Gattung darstellen und wir der Meinung sind, in einem Buche über Wien dürfe der Wiener Student und sein akademisches wie auch häusliches Leben gar nicht fehlen. Sie waren Landsleute und erst in die höheren Studien auf die Wiener Universität gekommen, nachdem sie die Weltweisheit auf einem Landlyzeum des Gründlichsten erlernt hatten, schreibt Stifter, und der echte Student Wiens werde gerade nur durch solche Ankömmlinge repräsentiert, die, abgetrennt von Familie und Verwandtschaft, rein und allein Student sein müssten, sich durchschlagend durch alle Fährden und Abenteuerlichkeiten ihres poetischen Standes, bis sie endlich absolviert seien und Philister würden, entkleidet von aller Glorie ihres vorigen Standes.






