
Wir fanden einen Pfad: Neue Gedichte
Wir fanden einen Pfad: Neue Gedichte versammelt ernste, religiös geprägte Lyrik Morgensterns jenseits seiner bekannten Nonsens-Verse. Im titelgebenden Gedicht An den andern beschreibt der Sprecher, wie er sich im Hochgebirge verstiegen hatte und keinen Ausgang mehr fand, bis er in ärgster Not einen Gefährten traf: Gemeinsam fanden sie einen Pfad, der steil, doch klar zu einem Tempel emporführte, und aus zwei Verirrten wurde ein wissendes Paar. Die Sammlung eröffnet mit dem Gedicht Brüder, einem Lied für ein neues Gesangbuch studierender Jugend, das zu einem erneuerten, über das bloße Wort hinausgehenden Sinn von Brüderlichkeit aufruft, auch gegenüber dem Bösewicht. Die weiteren Gedichte kreisen um Themen wie Erblindung, Trost, Erwachen und Verwandlung und zeigen Morgenstern als suchenden, spirituell ringenden Lyriker.



