Philotas
- Erstveröffentlichung
- 1759
- Seiten
- 39
Über dieses Buch
So bin ich wirklich gefangen? Gefangen! Ein würdiger Anfang meiner kriegerischen Lehrjahre!, klagt der junge Prinz Philotas gleich zu Beginn von Lessings Trauerspiel, nachdem er verwundet in die Gefangenschaft des feindlichen Königs Aridäus geraten ist. Wie gern überredte ich mich, dass alles ein Traum sei, sagt er, denn meine frühste Kindheit hat nie etwas anders, als Waffen, und Läger, und Schlachten geträumet. Der Arzt habe ihm versichert, seine Wunde sei nicht tödlich, doch das tröstet ihn nicht, und er schämt sich, dass man ihn wie ein Kind behandelt und in einem aufgeputzten Zelt mit allen Bequemlichkeiten untergebracht hat, anstatt ihn als Soldaten zu bewachen: Ein ekler Aufenthalt für einen Soldaten! Und anstatt bewacht zu werden, werde ich bedienet, klagt er. Als der Feldherr Strato ihm mitteilt, der König selbst wolle ihn besuchen, verlangt Philotas, ich will nicht, daß er mir eine von den Erniedrigungen erspare, und erklärt, nach dem Schimpfe, entwaffnet zu sein, ist mir nichts mehr schimpflich.
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Angaben zum Buch
- Erstveröffentlichung
- 1759
- Seiten
- 39
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen