Shadow of the Night, Blutige Liebe

Amboo Ambo · Kapitel 1 von 11

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Shadow of the Night, Blutige Liebe

Prolog

Amboo Ambo

 

Shadow of the Night

 

Blutige Liebe

Prolog

Prolog:

 

Ich war gerade auf der Umreise. Als kleiner Junge hatte ich

schon immer den Traum, in einer Stadt am Meer zu leben. Leider fehlte mir stehts die Zeit, in solch eine zu reisen. Immer war etwas dazwischen gekommen – aber diesmal nicht. Dieses Mal war mir mein Ziel klar. Es war zwar schon eine Weile her, dass dies mein Traum gewesen war, aber sollte man Wünsche nicht erfüllen? Außerdem musste ich zugeben, ein bisschen gelangweilt war ich von meinem Leben auch. Ich brauchte eine Veränderung. Eine neue Stadt, neue Leute, ein neues Leben.

Ich war in einem Dorf angelangt, nicht weit entfernt vom Atlantischen Ozean. Auf der Straße waren nicht viele Leute zu sehen, nur vereinzelte Gestalten, die einem fast Fehl am Platz vorkamen, aber was sollte man in solch einer Stadt auch machen. Die Häuser waren alle entweder uralt, eingefallen oder wie es schien, unbewohnt. Eine Straße weiter konnte ich einen kleinen Bäcker ausmachen, doch das war der einzige Laden den weit und breit entdecken konnte. Mir schien ich befand mich in einer Geisterstadt, keine Menschen weit und breit, nur Stille und Wind. Fast schon wäre es gruselig gewesen, wenn ich nicht ich gewesen wäre.

Plötzlich beunruhigte mich etwas. Ich spürte Schwingungen. Schwingungen die aus einem der Häuser kamen. Natürlich musste ich mich nicht lange umblicken, diese Schwingungen waren mir nur allzu bekannt. Sobald ich sie spürte, wusste ich auch, wo ich sie finden würde. Sie kamen von nicht weit her, im Gegenteil: sie strömten aus einem naheliegenden Haus zu mir.

Das Haus war groß, es erinnerte mich an ein Krankenhaus, aber hatte nicht die Größe eines gewöhnlichen und sah ziemlich alt und mitgenommen aus. Die Wände des Gebäudes waren größtenteils weiß, aber man konnte noch die hellbraune Grundfarbe erkennen. Höchstwahrscheinlich war es schon älter und hatte nie wirklich Nutzen gehabt.

Eigentlich wollte ich weitergehen, aber etwas hielt mich davon ab. Die Schwingungen? Von Natur aus war ich ein ziemlich neugieriger Mensch, aber so schlimm war es niemals gewesen. Das konnte keinesfalls normal sein, ich hätte schon längst weiter gelaufen sein müssen. Wenn ich Miami noch rechtzeitig erreichen wollte, sollte ich mich langsam beeilen. Doch ich konnte nicht, ich musste den Schwingungen folgen. Etwas zwang mich dazu.

Ich trat in das Gebäude ein, natürlich hatte ich recht, es war ein Krankenhaus, nur eine viel kleinere Version dessen. Von innen wirkte es anders als von außen. Die Wände waren bunt gestrichen, nicht wie in anderen Krankenhäusern, wo die Wände immer weiß und kalt waren. Nein, hier verspürte ich so etwas wie Wärme und Trost, was fast schon angenehm war.

Auf den Fluren konnte ich ein paar wenige Ärzte ausmachen, na gut, um ehrlich zu sein sah ich nur einen, aber trotzdem wirkte alles ziemlich seriös. Je weiter ich ins Gebäude hinein lief, desto stärker wurden die Schwingungen.

Als ich im Wartezimmer angelangt war, wurde mir klar, dass ich mehr oder weniger der einzige Besucher hier war, was mich nicht wunderte. Was sollte man auch von so einem kleinen Dorf erwarten.

Vor mir ragte eine Ärztin auf, sie musste die Dame sein, die kontrollierte, wer in welches Zimmer zu welchem Patienten ging, aber das war keinerlei Problem für mich, mit so etwas kannte ich mich gut genug aus.

Ich blieb kurz stehen um sie zu mustern. Sie hatte schwarze auf die Schulter fallende Locken, die ziemlich trocken und strapaziert aussahen. Auf den 1. Blick war mir klar, dass sie wahrscheinlich Eheprobleme hatte, aber sich die Kosten für eine Therapie nicht leisten konnte.

Als sie mich bemerkte, wurde mir klar, dass ich endlich los gehen sollte. Am Ende würde sie mich noch ansprechen. Sie senkte kurz den Blick, um etwas auf ihrem Tisch abzuchecken, was für der perfekte Augenblick war. Ich ergriff die Gelegenheit. Bevor sie sich wieder aufrichteten konnte, war ich schon verschwunden.

Während ich um die Ecke bog, konnte ich noch den verwirrten Blick von ihr sehen, was mich leicht zum Kichern brachte. Die jahrelange Übung hatte wohl doch etwas gebracht.

Ich lief an verschiedenen Sälen vorbei und begegnete ein paar Ärzten, bis ich endlich vor einer Tür stand. Aus diesem Zimmer musste es kommen, ich spürte es. Solch eine Schwingung hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie verspürt. Einen Moment wartete ich vor dem Zimmer, um mich auch zu vergewissern, dass niemand im darin war, doch ich hörte nur das leise Schnarchen einer Frau. Also drückte ich ganz leise die Klinke herunter und schlich mich ins Zimmer. Was ich dort sah, hatte ich nicht erwartet.

Es war ein normales Patientenzimmer. Die Fenster waren geöffnet und eine kalte Brise kühlte den Raum. Das Zimmer war normal ausgestattet, ein Bett und ein Fernseher, der vermutlich nur 3 Programme hatte, sonst nichts. Aber den Räumlichkeiten schenkte ich nur 1 Sekunde meiner Aufmerksamkeit. Was mich viel eher in den Bann zog, war die Frau, die auf dem Bett lag und das Baby, dass sie in den Armen hielt. Sie musste wohl gerade aus dem OP gekommen sein, denn ich konnte noch ihr Blut riechen. Musste wohl ein Kaiserschnitt gewesen sein.

Neben dem Bett der Mutter stand noch ein weiteres, kleineres, in dem noch ein Baby lag, doch dieses erregte keines Wegs meine Aufmerksamkeit. Die arme Frau, war mit ihrem Kind im Arm eingeschlafen und keiner half ihr. Die Situation war fast schon traurig, ein Neugeborenes und ihre Mutter, ganz alleine. Ihr war deutlich anzusehen, wie fertig sie war. Sie hatte schwarzes Haar und olivfarbene Haut. Auf ihrer Stirn konnte ich ein paar Schweißtropfen ausmachen, die Geburt musste sie ziemlich mitgenommen haben. Aber ihr Kind. Es widersprach allem. Es war bleich wie der Mond und hatte schwarze Augen, die mich direkt anstarrten. Augen wie ich. Pechschwarz, wie ein schwarzes Loch. In meinem ganzen Leben hatte ich noch kein Kind mit meinen Augen gesehen, da fiel es mir wieder ein. Endlich hatte ich sie gefunden.

Ich bemerkte, dass ich immer noch vor der geschlossenen Tür stand, aber ich schätzte, dass nur etwa 2 Sekunden vergangen waren, seit ich eingetreten war. Schließlich ging ich näher heran, um mir das Neugeborene genauer anzusehen. Ich beugte mich über die Bettkante und war nun genau vor ihrem Gesicht.

Intensiv spürte ich ihren Atem und die Schwingungen, die mein Gesicht trafen. Sie gingen ganz klar von ihr aus. Ich konnte schon einen Haaransatz erkennen, später mussten es eindeutig blonde Haare werden. Als ich ihr in die Augen sah, wusste ich, dass sie es war.

Ich schreckte auf, denn plötzlich waren Schritte vom Flur zu hören, welche höchstwahrscheinlich auf dieses Zimmer zusteuerten. Diese Person war vielleicht noch 2, 3 Sekunden von mir entfernt. Ich beugte mich erneut zu dem Baby runter und flüsterte:

''Du wirst mein sein.'' ,als die Mutter plötzlich ihre Augen aufschlug.