
Volksmärchen
Vor dieser Zeit ist mal ein armer Mann gewesen, der hatte einen einzigen Sohn mit Namen Friedrich, beginnt die erste Geschichte in diesem zweiten Band von Buschs Volksmärchen, Friedrich Goldhaar: An Friedrichs sechzehntem Geburtstag hält ein Wagen mit vier Hengsten vor der Tür, ein vornehmer Herr steigt aus und fragt den armen Mann, ob er nicht einen Knecht namens Friedrich wisse, der grade sechzehn Jahre alt sei. Der Fremde nimmt Friedrich unter der Bedingung in seine Dienste, dass er sieben volle Jahre aushalte und niemals nach Hause gehe, und zahlt dem Vater im Voraus einen schweren Beutel Geld. Unterwegs lässt der Herr den Wagen halten, gibt Friedrich seine Uhr und schickt ihn in ein nahes Schloss, mit der Anweisung, Punkt elf Uhr wieder aufzubrechen und mitzunehmen, was man ihm dort gebe, und Friedrich kehrt pünktlich mit einem Hammelbraten zurück, den er geschenkt bekommen hat.






