
Böhmische Schlendertage
Verfasst im Juli und Oktober 1895 und erschienen in Jung-Deutschland und Jung-Elsaß am 1. September und 15. November desselben Jahres, verspricht der Erzähler, von dem uralten Schloss eines alten böhmischen Adelshauses zu erzählen, von seinen Sälen und Gängen, Galerien und Kemenaten, und rät dem Leser, der einmal nach Südböhmen kommt, einen Tag im malerisch gelegenen Städtchen Krummau zu verbringen. Die kleinen, hochgegiebelten Häuser, von denen viele noch die Rose der ausgestorbenen Rosenberge tragen, werden von der auf steilem Felsen thronenden uralten Burg beherrscht, die an einem klaren Märztage einen schier überwältigenden Eindruck auf den Erzähler gemacht habe, als sich das gelbe Riesengemäuer grell vom lichtblauen Himmel abhob. Im ersten Burghof stößt er auf eine Leibwache von Grenadieren in dunkler Uniform mit blauen Aufschlägen, weißem gekreuztem Lederzeug und, man höre, Ladstockgewehren, ein Überbleibsel alter Zeit hinter blau-weißen Schranken, den Farben des Hauses Schwarzenberg.






