Auguste Rodin
- Erstveröffentlichung
- 1903
- Seiten
- 79
Über dieses Buch
Rodin war einsam vor seinem Ruhme, beginnt Rilke, und der Ruhm, der kam, hat ihn vielleicht noch einsamer gemacht, denn Ruhm sei am Ende nur der Inbegriff aller Missverständnisse, die sich um einen neuen Namen sammeln. Es sind ihrer sehr viele um Rodin, schreibt Rilke, doch sie stehen um den Namen, nicht um das Werk, das weit über diesen Namen hinausgewachsen und namenlos geworden ist wie eine Ebene oder ein Meer, das nur auf der Karte einen Namen trägt. Dieses Werk sei seit Jahren gewachsen und wachse an jedem Tag wie ein Wald, und man gehe unter seinen tausend Dingen umher, überwältigt von der Fülle der Funde, und sehe sich unwillkürlich nach den zwei Händen um, aus denen diese Welt erwachsen sei, verlange die Hände zu sehen, die gelebt hätten wie ein Volk von Händen.
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Angaben zum Buch
- Autor
- Rainer Maria Rilke
- Erstveröffentlichung
- 1903
- Seiten
- 79
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen