
Frei-Zeichen für den Ackerschnacker
von Anke Vogt

Im Dezember 1900 erschien in Schweden ein neues Buch von Ellen Key, und 1902 lag es auf Deutsch vor. Rilke bespricht es für das Bremer Tageblatt und nennt es gleich zu Anfang ein Ereignis, ein Dokument, über das man nicht wird hinweggehen können. Man werde es zitieren und widerlegen, sich darauf stützen und sich dagegen wehren, aber rechnen müsse man damit auf alle Fälle. Er geht zurück bis zu Keys erster Broschüre, Mißbrauchte Frauenkraft, und bis zum Frauenkongreß in London von 1899, auf dem viele Frauen das Frauenschutzgesetz bekämpften, weil sie die volle Gleichberechtigung für das einzig Richtige hielten. Key gehörte nicht zu ihnen, und Rilke erklärt, warum er darin den weiteren Blick sieht.