
Die Aufgeregten
Im stillen Wohnzimmer eines alten Hauses sitzt Luise nachts strickend am Tisch und wartet auf ihren Onkel, den Chirurgus Breme von Bremenfeld, der ungewöhnlich lange ausbleibt; sonst kommt er gegen elf Uhr, jetzt ist es schon Mitternacht. Was die französische Revolution Gutes oder Böses stiftet, kann sie nicht beurteilen, sagt sie sich, nur so viel weiß sie: dass ihr das Warten diesen Winter einige Paar Strümpfe mehr einbringt. Gegenüber schläft ihre Cousine Karoline in einem Großvatersessel und redet im Traum: Nein, nein! Mein Vater! Luise nähert sich und fragt sich, ob der Baron, ein Vetter der Gräfin, in wenigen Tagen einen so starken Eindruck auf Karoline gemacht haben könnte. Da stürzt Georg, der Bediente der Gräfin, heftig und ängstlich herein.






