
Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten
Der Marschall von Bassompierre erzählt sie in seinen Memoiren, es sei mir erlaubt, in seinem Namen zu reden, beginnt eine der Rahmenerzählungen aus Goethes 1795 erschienenen Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten: Seit fünf oder sechs Monaten hatte ich bemerkt, so oft ich über die kleine Brücke ging, dass eine schöne Krämerin, deren Laden an einem Schilde mit zwei Engeln kenntlich war, sich tief und wiederholt vor mir neigte. Einst ritt ich von Fontainebleau nach Paris, und als ich wieder die kleine Brücke heraufkam, trat sie an ihre Ladentüre und sagte zu mir, indem ich vorbeiritt, mein Herr, Ihre Dienerin. Ich erwiderte ihren Gruß, schreibt der Marschall weiter, und schickte einen Bedienten zu ihr, um ihr mitzuteilen, dass ich ihre Neigung, mich zu sehen und zu grüßen, bemerkt hätte. Die Sammlung versammelt neben dieser Geschichte von der schönen Krämerin auch Ferdinands Schuld und Wandlung sowie Der Prokurator.






