
Geschichten vom lieben Gott
Geschichten vom lieben Gott versammelt kleine, legendenhafte Erzählungen, die Rilke im April 1904 in Rom seiner Freundin Ellen Key widmete, mit der Zeile, die Geschichten vom lieben Gott gehören Ellen Key. Die erste Erzählung, Das Märchen von den Händen Gottes, beginnt mit einem beiläufigen Gespräch zwischen dem Erzähler und seiner Nachbarin über den Herbst, was für ein Herbst, ruft er aus und schwenkt dabei die Hände, eine Geste, die ihn zur eigentlichen, meist an Kinder gerichteten Geschichte hinführt, wie Gott einst mit seinen Händen die Menschen und die Welt formte. Die Sammlung, die Rilke ursprünglich für ein befreundetes Ehepaar und dessen Kinder verfasste, mischt naive Frömmigkeit mit leiser Ironie und zählt zu seinen zugänglichsten Prosawerken. Die vorliegende Ausgabe ist die 24. bis 28. Tausend des Insel-Verlags Leipzig.






