Zwischen den Rassen von Heinrich Mann, Buchcover
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Zwischen den Rassen

Erstveröffentlichung
1907
Seiten
331

Über dieses Buch

Die Schwarzen, die das Pferd am Zaum geführt hatten, mussten ihre Herrin auffangen, der es schwach wurde, und während ein Palmenblatt über ihrem dunklen Scheitel bewegt wurde und sich der große, hellhaarige Mann zu seiner bleichen Gefährtin beugte, kam das Kind zur Welt, während die Bäume des Urwaldes starr und übermächtig danebenstanden und von der lichteren Seite das Schlagen des Ozeans, aus der Finsternis das wilde Geschrei der Papageien und Brüllaffen herüberklang. Das Kind lernte sprechen von seiner schwarzen Amme und laufen auf dem Sand zwischen Wald und Meer, holte Muscheln vom Strand und erntete abgefallene Kokosnüsse, aus denen ihm die Diener mit glühenden Spießen die süße Milch zogen, während im Garten überall zuckerige Früchte hingen und goldene Kolibris um seinen Kopf schossen. Als Brüderchen Nene groß genug war, um mit ihm zu spielen, suchten sie zwischen Mauerritzen nach winzigen Eidechsen- und Natterneiern, und die Neger brachten ihnen die kleinsten Ringe vom Schwanz des Gürteltieres, mit denen Nene sich und der Schwester alle Finger schmückte, bevor man in einem Zuber den Bach hinabfuhr.

Inhalt

  1. Heinrich Mann Zwischen den Rassen Roman
  2. Erster Teil
  3. Zweiter Teil
  4. Dritter Teil
Alle 14 Kapitel anzeigen

Über den Autor

Heinrich Mann

Heinrich Mann (1871–1950) war ein deutscher Schriftsteller und der ältere Bruder Thomas Manns. Als überzeugter Demokrat und scharfer Kritiker des Kaiserreichs sah er seine Bücher 1933 verbrannt und emigrierte über Frankreich in die USA. Neben dem Untertan ist vor allem sein Roman Professor Unrat bekannt, der als Der blaue Engel verfilmt wurde.

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Angaben zum Buch

Erstveröffentlichung
1907
Seiten
331
Sprache
Deutsch
Formate
PDF, EPUB, Online lesen