Die Armen: Ein Roman
- Erstveröffentlichung
- 1917
- Seiten
- 151
Über dieses Buch
Vor dem großen Arbeiterhaus von Gausenfeld schreien hunderte Kinder tosend, rennen, zappeln und prügeln sich auf der grauen Wiese, während alte Männer, die nicht mehr arbeiten, an der Mauer stehen und zusehen. Die Kleinsten fallen unaufhörlich in den Graben, der die Wiese von der Landstraße trennt, und Mütter oder Schwestern eilen zum Retten herbei, während die Größeren hinüberspringen und gegen den wackligen Zaun der Villa Klinkorum rütteln, um bei einem herausgebrochenen Brett hineinzuschlüpfen und Äpfel zu holen. Der Besitzer Klinkorum, ein ehemaliger Schullehrer für die Reichen, hört mit Zorn das Knacken der Zweige, kommt aber auf seinen steifen Beinen immer zu spät und hält den längst geflohenen Kindern dieselbe Rede über Eigentum und Bildung, ohne je zu merken, dass es stets dieselben Jungen sind. Kehrt er später aus der Stadt heim, überholt ihn oft das Automobil des Generaldirektors Geheimer Kommerzienrat Dr. Heßling und bedeckt ihn mit Staub, während Heßling unerbittlich geradeaus blickt.
Inhalt
- I Hassende, Liebende
- II Der Arbeiter und das Bürschlein
- III Mit Euch, Herr Doktor, zu spazieren
- IV Die sittlichen Faktoren
- V Das Richtfest
- VI Geh’ nicht fort!
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Angaben zum Buch
- Autor
- Heinrich Mann
- Erstveröffentlichung
- 1917
- Seiten
- 151
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen