All I want for Christmas is you!

Anne Tomlinson · Kapitel 12 von 23

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All I want for Christmas is you!

Türchen Dreizehn

 

 

Fortsetzung von Türchen Eins

Ich hetze gestresst von der Schule nach Hause und ziehe mich schnell warm an, dann renne ich zur S-Bahn-Station und erreiche sie ganz knapp.

Auf dem Weihnachtsmarkt ist es noch nicht sehr voll, die meisten Leute arbeiten, also komme ich schnell zur Bude. Tom umarmt mich freudig. „Da bist du ja endlich Jara.“ „Ja, Schule. Ich weiß nicht ob du das kennst, aber da muss ich nun mal hin“, antworte ich lachend.

Ich fange an Glühwein zu verteilen und halte ganz unauffällig nach einem blonden Jungen Ausschau.

Ich dachte, ich würde diesen Niall wiedersehen. Falsch gedacht!

„Jara, wonach suchst du eigentlich die ganze Zeit?“, fragt mich Tom, weil ich mich gedankenverloren umgucke. „Nach nichts“, sage ich schnell und arbeite weiter. Als ich dann Abends fertig bin und die warme Bude verlassen muss, entscheide ich mich, noch was über den Weihnachtsmarkt zu gehen. „Ich wusste ich treffe dich wieder, Schneewittchen“, höre ich plötzlich jemand hinter mir sagen.

Ich drehe mich um und gucke in die wunderschönen blauen Augen von Niall.

Vielleicht kann man ihn ja ärgern. „Kennt man sich?“, frage ich ganz unschuldig, muss aber über seinen verwirrten Gesichtsausdruck lachen.

„Ich bin der, dem du noch deinen Namen sagen wolltest“, sagt er lächelnd und geht neben mir her.

Ach wirklich? Kann ich mich nicht dran erinnern. Ich gehe unauffällig mit ihm in Richtung S-Bahn-Station, vielleicht kann ich ihn ja wieder abwimmeln.

„Ach komm schon oder willst du das ich dich ewig Schneewittchen nenne?“, fragt Niall verzweifelt.

Ich mag es Jungs zum verzweifeln zu bringen, die gucken dann immer so süß.

Als Niall merkt, dass wir an der S-Bahn-Station sind guckt er mich noch verzweifelter an.

„Wieso willst du mir den nicht deinen Namen sagen? Ich hasse den Namen eines so schönen Mädchens nicht zu kennen“, sagt er, während er mir eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht streicht.

„Ich würde ihn dir ja sagen, aber es bringt dir nichts, weil in“, ich gucke auf mein Handy, „einer Minute meine S-Bahn kommt und wir uns dann nicht mehr sehen werden.“

Niall guckt mich gespielt böse an. „Ich werde dich verfolgen.“ Ich muss laut los lachen und die Leute um uns herum gucken uns total doof an.

Plötzlich hört man ein nerviges Geräusch und dann eine Ansage aus den Lautsprechern. „Die S13 kommt mit einer Verspätung von mindestens einer halben Stunde, da sich Eis auf den Schienen gebildet hat.“

Och nein! Ich hoffe jetzt mal Niall hat das nicht verstanden. Mist, die Durchsage wird auf Englisch wiederholt. Niall guckt mich grinsend an.

„Ich bleibe solang neben dir stehen, bis du mir deinen Namen sagst“, droht mir Niall jetzt.

Der kleine süße Ire droht mir.

„Ich kenne dich immer noch zu wenig“, sage ich. Niall kommt mir näher. „Ach und wenn kennst du mich gut genug, Schneewittchen?“

Ich zucke mit den Schultern. „Wer weiß.“

Er zieht setzt mich auf eine Bank. „Du bleibst jetzt mal hier sitzen.“ Ich nicke, was bleibt mir auch anderes übrig? Ich muss ja eh warten. Nach zwanzig Minuten kommt Niall dann auch mal endlich wieder. „Du solltest deinen Freunden echt sagen, dass sie deinen Namen nicht an Fremde weitergeben, Jara“, sagt Niall grinsend. Ich werde Tom sowas von umbringen.

Er setzt sich neben mich und merkt, wie ich zitter, dann nimmt er mich in den Arm.

„Aber ich glaube ich bleibt bei Schneewittchen.“ Genau in dem Augenblick kommt meine S-Bahn. Niall hängt mir ein Lebkuchen-Herz um den Hals. 'My princess is there.' Und da drunter eine Nummer. „Ruf mich an“, sagt Niall und dreht sich um. Ich gucke zwischen der S-Bahn und Niall hin und her. Dann renne ich hinter Niall her und drehe ihn um. Bevor er auch nur ein Wort sagen kann, küsse ich ihn. Dieser Kuss ist so viel besser als Lebkuchen, Glühwein oder die Schneeflocken, die grade zum ersten Mal in diesem Winter vom Himmel fallen.