All I want for Christmas is you!
Türchen Zweiundzwanzig
Fortsetzung von Türchen Zehn
„Was hältst du von der?“, fragt Harry und hält mir eine wunderschöne braune Winterjacke hin.
Wir laufen jetzt seit einer Stunde durch verschiedene Läden um eine Jacke zu kaufen, aber sie sind entweder hässlich oder teuer. „Wie viel kostet die?“, frage ich und gucke auf das Preisschild. Viel zu teuer!
Ich meine natürlich schön wenn er mir eine neue Jacke kaufen will, aber doch nicht so teuer.
„Dir gefällt sie, wir kaufen sie“, sagt Harry bestimmend und zieht mich mit zur Kasse.
„Harry, nein. Die ist viel zu teuer!“
Er dreht sich zu mir um. „Ich hab deine Jacke ruiniert also kaufe ich dir eine neue. Und außerdem will ich bei deinen Freunden doch nicht als gierig bekannt sein.“
Bei meinen tollen Freunden die nicht mal bemerkt haben, dass ich nicht da bin?
„Du lässt dich ja eh nicht abbringen also kauf sie“, murre ich und Harry bezahlt glücklich meine Jacke.
Vor dem Geschäft ziehe ich dann direkt die neue Jacke an und wir packen die Kakaojacke in die Tüte.
„Hast du Hunger?“, fragt Harry und zeigt auf einen McDonalds. Ich nicke und wir gehen rein. Harry bestellt und ich suche einen Platz.
Kurz danach kommt er mit dem Essen zurück. „Okay was schulde ich dir?“, frage ich und hole mein Geld raus. „Nichts, du bist eingeladen“, sagt er lächelnd. Also was will der Typ mir noch alles kaufen? „Lea, was machst du den hier? Warst du nicht grade noch hinter uns?“, fragt eine weibliche Stimme hinter mir. Ich drehe mich um und sehe meine ach so tollen Freunde. „Ich bin schon seit zwei Stunden nicht mehr bei euch“, sage ich schnippig.
Michelle guckt mich hochnäsig an. „Ach sind wir dir nicht gut genug? Schnappst dir lieber den erstbesten Typ und lässt ihn für dich bezahlen?“
Was bildet die sich ein?
Ich will grade was sagen, aber Harry mischt sich ein. „Erstens, ihr seid doch einfach weitergegangen. Zweitens ich bezahle freiwillig für sie, weil sie ein netter Mensch ist. Und drittens seid ihr alle schlechte Freunde.“
Michelle und die Anderen gucken ihn eingeschnappt an und dackeln dann davon.
„Danke...“, sage ich und lächel ihn an.
„Wieso bist du mit solchen befreundet? Du verdienst bessere Freunde“, sagt Harry.
Ich schweige und esse.
Ist ja jetzt nicht so, als weiß ich nicht, dass es schlechte Freunde sind, aber... Ach keine Ahnung.
Nachdem wir fertig gegessen haben, bringt Harry mich zum Bus, wo natürlich meine tollen Freunde stehen und sofort anfangen über mich zu tuscheln.
„Hör nicht auf die.“
Ich gucke hoch zu Harry in seine smaragdgrünen Augen, die nebenbei wirklich der Hammer sind.
In dem Augenblick kommt mein Bus.
Harry gibt mir die Tüte mit der Jacke und gibt mir einen Kuss auf die Wange.
„Ruf mich an“, sagt er lächelnd und dreht sich um. „Ich hab doch garnicht deine Nummer“, rufe ich ihm hinterher, aber er dreht sich nicht um.
Ich steige in den Bus und stecke deprimiert die Hände in die Jackentaschen.
Huch was ist das den?
Ich hole einen Zettel aus der Jackentasche.
Wenn meine Nummer willst,
dann steig an der nächsten
Station aus.
Dieser Typ hat doch echt einen an der Waffel. Ich fange an zu lachen und springe dann schnell auf um auszusteigen, als der Bus anhält.
Ich gucke mich um.
Wo ist der den jetzt?
Plötzlich werde ich von hinten umarmt.
„Ich wusste, dass du mich magst“, sagt Harry lachend. „Du hast doch einen Knall“, antworte ich auch lachend und drehe mich zu ihm um.
Er lächelnd mich mit seinem unglaublichen Lächeln an. „Für hübsche Mädchen immer gern.“
Er beugt sich zu mir runter und küsst mich.