All I want for Christmas is you!
Türchen Drei
Ich stapfe durch den Schnee zur Eisfläche. Wieso habe ich mich nur von ihm überreden lassen, dass er mir eislaufen beibringt? Ich gucke mich um, und es sind kaum Leute da und aus dem kleinen Kiosk dudelt fröhlich Weihnachtsmusik vor sich hin. „Hi Kiara“, höre ich die Stimme meines besten Freundes hinter mir. Ich drehe mich um und vor mir steht Louis mit zwei Paar Schlittschuhen in der Hand.
Auf was habe ich mich hier eingelassen? Wir ziehen uns die Schlittschuhe an und Louis zieht mich mit aufs Eis und ich falle natürlich sofort hin.
Ich kann mit 17 immer noch nicht Schlittschuh fahren und fühle mich deshalb verarscht, als Louis neben mir herfährt und kein einziges Mal ins straucheln kommt.
„Ach komm schon, wir schaffen das“, sagt Louis lachend und zieht mich hoch.
Ich schüttel den Kopf. „Du wirst es niemals schaffen, dass ich das kann“, sage ich auch lachend.
Louis nimmt meine Hände und fährt rückwärts, während er mich mitzieht.
Ich starre auf unsere Hände. Kann er das nicht einfach lassen? Ich meine... er ist schon lange nicht mehr nur mein bester Freund und ich weiß einfach nicht wie ich ihm das sagen soll. Ob ich überhaupt etwas sagen soll oder ob dann alles kaputt ist. Und ich falle tatsächlich nicht hin, bis er dann eine Kurve fährt. „Aua“, murmel ich, als ich auf meinem Hinter lande. Louis zieht mich wieder hoch. „Gut wir machen das jetzt anders.“ Er fährt hinter mich und legt seine Arme dann um mich. Was soll das bitte werden?
Ich spüre seinen warmen Atem auf meinem Hals und kann mich deswegen auch nicht auf das konzentrieren, was wir grade machen. Und wie nicht anders zu erwarten, rutsche ich aus und falle mit Louis nach hinten.
Louis ruft kurz irgendwas und kommt dann mit dem Kopf auf das Eis auf, ich hoffe es bringt etwas, dass er eine Mütze auf hat. Ich gucke geschockt zu Louis, der die Augen geschlossen hat. Oh nein!
„Louis! Mach die Augen auf“, sage ich verzweifelt und rüttel an seiner Schulter.
Ich merke wie mir die Tränen kommen. Das kann doch nicht sein! „Louis“, ich rüttel ihn wieder an der Schulter. Plötzlich sehe ich, wie Louis an fängt zu lächeln und dann die Augen aufmacht.
„Arsch!“, ich schreie ihn richtig an und stehe dann auf und versuche irgendwie an den Rand der Eisfläche zu kommen, was mir nicht wirklich gut gelingt.
Am Rand angekommen ziehe ich die Schlittschuhe aus und meine Schuhe an, dann renne ich zum Bus und steige ein. Als ich aus dem Fenster gucke sehe ich, dass Louis immer noch auf dem Eis sitzt und mir nach guckt.
Fortsetzung folgt...