All I want for Christmas is you!
Türchen Achtzehn
Fortsetzung von Türchen Zwölf
Er ignoriert einfach meine Frage, ob er mich vermisst hat. „Also du weißt ja meinen Namen, aber ich weiß deinen nicht“, sage ich und er guckt mich verwundert an.
„Louis.“
Der Arsch heißt also Louis. Netter Name. „Ich dachte du hast eine Freundin“, sage ich verwirrt. Er guckt mich fragend an. „Wieso sollte ich eine Freundin haben?“ „Die von dem Konzert.“
„Bist du etwa eifersüchtig?“, fragt er grinsend. Ich? Niemals. Okay vielleicht etwas.
Ich merke wie ich rot werde, aber schüttel schnell den Kopf. „Das war meine Schwester“, sagt Louis lachend. Seine Schwester? Halleluja.
„Also hast du keine Freundin?“, frage ich hoffnungsvoll. Er lacht immer noch. „Nein, habe ich nicht.“ Dann ist ja alles gut.
Wir erzählen uns alles mögliche, bis dann irgendwann eine Bedienung kommt und wir uns jeweils einen Tee, Schwarztee mit Karamell.
Ich kann immer noch nicht fassen, dass er keine Freundin hat, ich meine mit dem Arsch und den Augen und diesem verdammt süßen Lächeln und halt allem.
Als wir fertig sind, gehen wir raus und laufen ein Stück. Irgendwann bleibt Louis an einem, wahrscheinlich seinem, stehen. Wieso bin ich nicht mit meinem Auto gefahren? Wieso musste Andy mich unbedingt mitnehmen? Jetzt darf ich ihm dunkel nach Hause laufen danke.
„Soll ich dich mitnehmen?“, fragt Louis. Ich nicke und wir steigen ein. Kurz später bleibt er vor meinem Wohnung stehen. „Ciao“, sage ich und steige aus.
Als ich grade den Schlüssel ins Schloss stecken will, werde ich umgedreht und gucke in seine umwerfenden Augen. „Ciao“, sagt er und küsst mich. „Schlaf gut.“ Ich bleibe vollkommen geschockt stehen und er fährt einfach weg.
Wir haben uns die ganze Woche jeden Tag getroffen und doch kein einziges Mal über den verdammten Kuss geredet. Soll das jetzt heißen, er mag mich? Oder was? Es klingelt an der Tür und ich ziehe mich warm an. Heute gehe ich mit Louis Weihnachtsbäume kaufen und danach schmücken wir sie.
„Guten Morgen“, sagt Louis gut gelaunt.
„Morgen.“
Mich macht es total verrückt, dass er nicht mit mir darüber redet, aber ich traue mich nicht mit ihm zu reden. Wir stiefeln eine Weile zwischen den Tannen rum. „Wieso so still heute?“, fragt Louis irgendwann. Ich gebe vor mir eine Tanne anzugucken. „Ich bin doch total normal.“ Louis lässt es dabei und wir suchen weiter. Irgendwann finden wir dann zwei perfekte Tannen und fahren dann zu mir, um einen zu schmücken.
Wir tragen den Baum hoch und fangen an. „Du bist doch total still“, sagt Louis irgendwann. „Nein bin ich nicht und jetzt fahren wir zu dir“, sage ich und nehme meine Jacke und scheuche ihn dann aus der Wohnung. Wir fangen wieder an zu schmücken und ich bin immer noch ziemlich still.
Plötzlich habe ich überall Lametta hängen. „Ey“, rufe ich und bewerfe Louis auch mit Lametta. Das geht so weiter und irgendwann liegen wir lachend nebeneinander auf dem Boden.
„Geht doch du lachst“, sagt Louis und dreht sich auf die Seite und guckt mich an.
Er ist ja so heiß.
„Komm wir müssen noch den Stern drauf setzten“, sagt Louis und zieht mich hoch. „Du bist größer also mach du.“ Ich nehme den Stern und versuche ihn auf den großen Baum zu setzten.
„Nicht fallen“, sagt Louis lachend.
Als ich fast in den Baum falle, spüre ich seine Hände auf meiner Hüfte.
Kann er das nicht lassen?
Ich setze den Stern ab und verliere dann doch das Gleichgewicht, also fallen Louis und ich nach hinten auf den Boden.
Fortsetzung folgt...