All I want for Christmas is you!
Türchen Vier
Ich öffne die Haustür und höre direkt die Musik aus dem Keller. Wieso hat meine Mum nochmal fremden Jungs angeboten, dass sie in unserem Keller ihr ach so tolles Singen proben zu dürfen? Ach ja, weil sie mit einer Mutter von den fünf befreundet ist und die Eltern nicht wollen, dass sie es da im Keller machen. Was einem ja schon zu denken geben sollte.
„Xenia Mäuschen, da bist du ja endlich“, sagt meine Mum, als ich in unser kleines Wohnzimmer komme. „Hattest du Spaß?“ „Ja ich hatte Spaß und ich hab dir schon tausendmal gesagt du sollst mich nicht Mäuschen nennen! Ach und sag diesen Vollidioten da unten sie sollen leiser sein!“, antworte ich und stampfe an ihr vorbei in unseren Keller, weil da mein Laptop hin entführt wurde. Ich nehme meinen Laptop und will wieder hoch gehen. „Was findest du an unserer Musik so schlecht?“, fragt mich der Lockenkopf der Band, der auf einmal vor mir steht. „Sie nervt“, sage ich und versuche mich an ihm vorbei zur Tür zu quetschen.
„Du hast dir noch nie ein Lied von uns richtig angehört“, sagt er und versperrt mir weiter den Weg.
Anscheinend nervt nicht nur die Musik sondern auch die Sänger. „Lass mich durch du Idiot!“, zicke ich ihn an. „Xenia! Lass Harry in Ruhe, er hat dir nichts getan! Entschuldige dich bei ihm und dann sofort in dein Zimmer“, schreit meine Mum von oben.
Tolle Mutter!
Ich renne an dem Lockenkopf, der anscheinend Harry heißt, und meiner Mum vorbei in mein Zimmer.
„XENIA!“
Die können mich alle mal kreuzweise, ich werde mich nicht bei ihm entschuldigen.
Meine Mutter klopft noch eine Zeit, aber irgendwann gibt sie auf. Als dann endlich die Musik aufhört, ist es auch schon 8 Uhr. Heißt ich habe Hunger.
Ich schleiche mich aus meinem Zimmer in die Küche. „Ach Fräulein Xenia kommt auch mal aus ihren Zimmer?“, fragt meine Mum die am Küchentisch sitzt. Aber nicht allein. Diese fünf Möchtegern-Sänger fressen grad meinen ganzen Gyros. Ich ignoriere meine Mutter und mache mir einen Teller voll und will gehen.
„Nichts da, du isst mit uns“, sagt meine Mum sauer und ich setzte mich widerwillig zwischen den Lockenkopf und eine blonde Fressmaschine. „Und weil wir jetzt grade hier so schön sitzen, kannst du dich bei Harry entschuldigen.“
„Wieso sollte ich mich beim ihm entschuldigen? Er nervt MICH! Die alle hier nerven mich“, zicke ich weiter und esse schnell, weil meine Mum sonst noch auf die Idee kommt einen auf Essensentzug zu machen.
Ich bemerke aus den Augenwinkeln, wie der Lockenkopf mich traurig anguckt.
„Ich hab dir garnichts getan“, sagt er und klingt wirklich traurig. Ich gucke ihn böse an. „Nein bloß nicht. Ihr nervt mich ja nur jeden Tag mit eurer dummen Musik!“
Der Lockenkopf steht auf und verschwindet. Na toll. „Xenia...“, fängt meine Mutter an.
Ich stehe auf. „Ist ja gut.“
Fortsetzung folgt...