Ein Buch, das gern ein Volksbuch werden möchte
Kapitel VIII
Professor Erhard an Freiherrn Hans v. B.
Korin, den 12. September 1875.
Euer Hochwohlgeboren!
Hochverehrter Herr Freiherr!
Für die Belästigung auf das Höflichste um gnädige Nachsicht bittend, wage
ich es, Euer Hochwohlgeboren um eine Kunde von meinem lieben Grafen zu
bitten. Derselbe äußerte in seinem letzten Schreiben die Absicht, die Gegend von
Fiume zu besuchen, und dürfte es bei dieser Gelegenheit schwerlich verabsäumt
haben, Euer Hochwohlgeboren seine Aufwartung zu machen. Auf die Annahme
dieses Falles hin darf ich vermuten, daß es Euer freiherrlichen Gnaden bekannt
sein dürfte, wohin unser teurer Reisender seine Schritte gelenkt, und dieser
Vermutung wieder entspringt das oben gestellte flehentliche Ersuchen.
Genehmigen Euer Hochwohlgeboren den Ausdruck der unbegrenzten
Hochverehrung, mit welcher zeichnet
Euer Hochwohlgeboren
untertänigster Diener
P. Erhard.
IX.
Hans v. B. an Professor Erhard.
Nowidworo, den 14. September 1875.
Euer Hochwürden setzen mich in Bestürzung.
Unser lieber Edmund hat uns nach zweitägigem Aufenthalte verlassen, um
geraden Weges heimzufahren nach Korin.
Sieht aus wie das Leben, ist prächtig. Er muß seinen Plan geändert haben;
ich staune, daß er nichts davon schrieb.