Ein Prager Künstler

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Ein Prager Künstler
Rilke schreibt über einen Prager Künstler und fängt bei der Stadt an. Die giebelige, türmige Stadt sei seltsam gebaut, die große Historie könne in ihr nicht verhallen. Glänzende Namen liegen wie heimliches Licht auf den Stirnen stiller Paläste, Gott dunkelt in hohen gotischen Kirchen, wachsame Türme reden von jeder Stunde und begegnen sich nachts mit einsamen Stimmen. Dann die Brücken über den gelblichen Strom, die letzten verhutzelten Hütten, das flache böhmische Land, Felder und Felder. So ist meine Heimat, schreibt er, und fragt gleich darauf, ob das Kindsein in diesem Lande nicht besonders leicht sein müsste.
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