
Ein zärtlich jugendlicher Kummer
Ein zärtlich jugendlicher Kummer führt mich ins öde Feld, beginnt Goethes frühes Gedicht, es liegt in einem stillen Morgenschlummer die Mutter Erde, rauschend wiegt ein kalter Wind die starren Äste, schauernd tönt er die Melodie zu meinem Lied voll Schmerz, und die Natur ist ängstlich still und trauernd, doch hoffnungsvoller als mein Herz. Denn sieh, bald gaukelt dir mit Rosenkränzen in runder Hand, du Sonnengott, das Zwillingspaar entgegen, dichtet er weiter, und zu Tänzen auf neuen Wiesen schickt der Jüngling sich und schmückt den Hut mit Bändern, und das Mädchen pflückt die Veilchen aus dem jungen Gras. Gott segne mir den Mann in seinem Garten dort, schließt das Gedicht, wie zeitig fängt er an, ein lockres Beet dem Samen zu bereiten, kaum riss der März das Schneegewand dem Winter von den hagern Seiten, da geht er ohne Säumen, die Seele voll von Ernteträumen, und sät und hofft.






