Hermann und Dorothea

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Hermann und Dorothea
Neun Gesänge, jeder nach einer Muse benannt, von Kalliope bis Urania. Der erste heißt Schicksal und Anteil und beginnt am Markt: Hab ich den Markt und die Straßen doch nie so einsam gesehen, sagt der Wirt zum Goldenen Löwen, der wohlbehaglich unter dem Tore seines Hauses sitzt. Die Stadt ist wie ausgestorben, weil alles hinausgelaufen ist, um den traurigen Zug der armen Vertriebnen zu sehen, die das überrheinische Land verlassen haben. Seine Frau hat den Sohn mit altem Linnen und etwas Essen und Trinken zu ihnen geschickt, denn Geben ist Sache des Reichen, und dafür ist auch der alte kattunene Schlafrock ihres Mannes weggegeben worden. So ruhig fängt es an, mit zwei Leuten, die unter einem Torweg sitzen und zusehen.
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