Im schwarzen Walfisch zu Askalon

Joseph Victor von Scheffel · Kapitel 17 von 29

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Im schwarzen Walfisch zu Askalon

Die Lieder vom Rodenstein

 

Die drei Dörfer

 

I.

 

Wer reit't mit zwanzig Knappen ein

zu Heidelberg im Hirschen?

Das ist der Herr von Rodenstein,

auf Rheinwein will er pirschen.

 

»Hollaheh! den Hahn ins Faß! schenkt ein,

ich fürcht' die Kehlen rosten.

Wir wöll'n ein Jahr lang lustig sein,

und sollt's ein Dorf auch kosten!

 

Ein Dorf, was ist's … Nur Mist und Rauch,

ich hab' ja ihrer dreie …

Gersprenz und Pfaffenbeerfurt auch

und Reichelsheim, das treue.«

 

Trommeten klangen mit Schalmein

und Pauken um die Wette,

zwölf Monden saß der Rodenstein

beim fürstlichen Bankette.

 

Und als er sich nach Jahr und Tag

die Rechnung hergewunken,

da sprach er: »Blitz und Donnerschlag!

Jetzt ist Gersprenz vertrunken!

Gersprenz ist hin!

Gersprenz ist fort!

Gersprenz, der fromme, der züchtige Ort,

Gersprenz … ist … veritrunken.

 

Hollaheh! doch wie man's treibt, so geht's, was liegt an dem Verlurste?