Ingeborg
Kapitel 25
n jener Nacht lag ich ausgestreckt in meinem Zimmer und rührte
mich nicht. Ich lag und blickte zur Decke empor und rührte mich nicht.
Da schlich es, es knisterte und rauschte. Ingeborg glitt neben mir auf den
Boden.
Sie umschlang mich und küßte mich, sie küßte jede Stelle meines Gesichtes,
meinen Hals, meine Hände. Sie weinte, ich hörte es nicht, aber ich spürte ihre
Tränen. Sie badeten mein Gesicht, meinen Hals, meine Hände.
Mir war so wohl, so wohl. Ich dankte ihr. Ich wurde fröhlich, glücklich war
ich. Mehr, mehr dachte ich.
Dann flüsterte sie: „Ich erinnere mich freilich daran, wie wir unter dem
blühenden Apfelbaum saßen. An alles, alles erinnere ich mich, Axel. Ich werde
nichts vergessen, nichts.“
Und sie erzählte von unserem Frühling, unserem Sommer immerzu, jede
Einzelheit.
Mir war so wohl, so leicht . . .