
Prokopus
Durch das Haupttal der Fichtau, in welchem die Perniz fließt, ging einmal ein großer Zug von Männern und Frauen, beginnt Stifters Erzählung: Der Weg war damals keine Straße, auf welcher schöne Wagen gehen können, sondern so schmal und uneben, dass nicht einmal die Gebirgswägelchen späterer Zeiten auf ihm hätten fahren können, weshalb alle Männer und Frauen auf ihren Pferden ritten und eines hinter dem andern dahinzogen. Die Bergdachungen zu beiden Seiten gingen mit Wald bedeckt bis an das Wasser nieder, und in den Gewässern der Perniz lagen noch manche Marmorblöcke aus dem Reviere der Fichtau, die man später wegräumte, um Platz zu gewinnen. Sie trugen alle die Tracht, die gegen das Ende des siebzehnten Jahrhunderts gebräuchlich war, schreibt Stifter, die Männer ohne Harnisch und ohne anderes Eisenwerk, denn ein heiterer Morgen glänzte auf dem ganzen Wald, während der Zug seines Weges ging.






