
Römische Elegien
Saget, Steine, mir an, o sprecht, ihr hohen Paläste! Straßen, redet ein Wort!, ruft der Dichter zu Beginn der ersten Elegie aus, frisch in Rom angekommen und noch ohne die Geliebte, die er später finden wird: Eine Welt zwar bist du, o Rom, doch ohne die Liebe wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom. In der zweiten Elegie feiert er, endlich geborgen und den Nachfragen der feinen römischen Gesellschaft entzogen zu sein, denn Amor der Fürst habe ihn königlich schützend unter seinen Fittich genommen: Sie erkundigt sich nie nach neuer Märe, sie spähet sorglich den Wünschen des Manns, dem sie sich eignete, nach, schreibt er über seine Geliebte, die sich an ihm, dem freien, rüstigen Fremden, ergötze und sich freue, dass er das Gold nicht wie der Römer bedenkt.






