
Wandersprüche
Es geht wohl anders, als du meinst, beginnt der erste der Wandersprüche: Derweil du rot und fröhlich scheinst, ist Lenz und Sonnenschein verflogen, die liebe Gegend schwarz umzogen, und kaum hast du dich ausgeweint, lacht alles wieder, die Sonne scheint. Im zweiten Spruch mahnt Eichendorff, Herz, in deinen sonnenhellen Tagen halt nicht karg zurück, denn sinkt der Stern, magst du alleine wandern bis ans End der Welt, bau du nur auf keinen andern als auf Gott, der Treue hält. Im vierten Spruch fragt er, und du willst, Menschenkind, der Zeit verzagend unterliegen, was ist dein kleines Erdenleid, du musst es überfliegen, während der siebte Spruch vom Wandrer, von der Heimat weit, und vom Schiffer in Meeres Einsamkeit erzählt, die beide in stiller Nacht schauern und lesen, was sie nicht gedacht, da es noch fröhlicher Tag gewesen.






