Briefe an Ludwig Tieck, Zweiter Band

Karl von Holtei · Kapitel 13 von 142

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Briefe an Ludwig Tieck, Zweiter Band

Kapitel III

A. v. Humboldt.

 

III.

 

B. , Donnerstags.

Wie sehr bedaure ich, daß Sie mich, verehrter Freund, gestern in meiner transatlantischen Wohnung verfehlt haben. Diese Zeilen enthalten eine Bitte: schenken Sie einige Augenblicke einem sehr talentvollen jungen Manne, 21 Jahre alt, Übersezer eines wunderbar nüchternen allegorischen indischen Dramas, das man zur Erholung nach dem Saul und David aufführen könnte. Der junge Mann heißt Goldstücker und will in Paris über indische Philosophie arbeiten.

Mit alter Verehrung

Ihr

A. v. Humboldt.

 

IV.

 

Donnerstags.

Erlauben Sie, theurer Freund und College, daß ich Ihrem Schuze einen sehr angenehmen jungen spanischen Litteraten, Enrique Gil empfehle, der mir freundliche Briefe von dem Dichter — Präsidenten und Minister Martinez de la Rosa gebracht. Herr Gil ist Legations-Secretär, aber hier bloß mit commerciellen und Zollsachen, nicht mit Diplomatie beschäftigt. Ich komme vor meiner nicht sehr nahen Abreise gewiß Sie, verehrter Freund, noch eingesponnen in Ihrer Winterheimath zu umarmen und der liebenswürdigen Gräfin meine herzliche Verehrung zu bezeigen.

Ihr

A. v. Humboldt.

 

V.