Zwei Schwestern
- Erstveröffentlichung
- 1845
- Seiten
- 142
Über dieses Buch
Ihr wisst alle, meine teuren Freunde, wie ich von jeher ein Kind des Zufalles gewesen bin, beginnt der Ich-Erzähler in Stifters Novelle Zwei Schwestern: Zuerst sei schon seine Erziehung ein Zufall gewesen, denn nach dem Tode seiner Mutter, die das Herz und Gemüt vorzugsweise habe ausbilden wollen, sei sein Vater an die Reihe gekommen, der auf die Grundlage des Gefühls auch die wissenschaftliche Ausbildung habe setzen wollen, doch auch er sei schon im ersten Jahr gestorben. Nach ihm übernahm mein Oheim, der Bruder des Vaters, die Erziehung, erzählt er weiter, ein Mann, der alles verwarf, was nicht nach seinem Ausdrucke praktisch war, und der die Einbildungskraft und alles, was mit ihr zusammenhängt, streng darniederhielt. Ich bin selber der Meinung, schreibt der Erzähler, dass das heitere und freie Spiel jener Kräfte, in Verbindung mit einer Tätigkeit, die dem Einzelnen und der Gesellschaft nützt, den Menschen ganz und völlig glücklich macht, aber ich konnte beides zusammen nie erreichen.
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Angaben zum Buch
- Autor
- Adalbert Stifter
- Erstveröffentlichung
- 1845
- Seiten
- 142
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen