Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Andyhank · Kapitel 9 von 29

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Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Zimmer 237

 

 

Nun, endlich konnte ich hinein, nur – wie? An der Rezeption hatten wir eine Art Kreditkarten bekommen. Also manche Leute zwei, ich eine. Ich steckte sie einfach in das Fach der Tür, in der Hoffnung, etwas müsse passieren. Es passierte auch etwas, nämlich nichts. Aha, vielleicht andersrum? Drei Möglichkeiten blieben ja noch. Nach dem Probieren der zweiten Variante machte die Tür „Klick“ und ich konnte mein Hotelzimmer betreten. Ich atmete auf, schleifte mein Gepäck ins Zimmer und schloss die Tür, nicht ohne meine Karte rauszuziehen. Um Strom zu haben, muss man sie nämlich in das Fach im Zimmer stecken. Ich steckte also die Karte ein und inspizierte meine Unterkunft. Nicht übel, stellte ich fest. Dann öffnete ich den Rucksack. Danach den Koffer. Ich wollte schnell noch das Nötigste ausräumen und mich dann frisch machen, denn es war Abendbrotzeit. Von 19 Uhr bis 23 Uhr. Jeden Tag. Und inzwischen schlug die Uhr halb Acht, was jetzt nicht bedeutet, es wäre um Vier, da ja die Hälfte von Acht Vier ist, obwohl die Rechnung nicht stimmt, denn bei der Uhrzeit verkehren sich die Dinge. Sagen wir, es war mittlerweile 19.30 Uhr. Was der Zeit von halb Acht in etwa und ganz genau nahe kommt.

Im Schrank befand sich ein Tresor. Ich zog probehalber mal daran, denn ein Tresor, der sich aus dem Schrank herausnehmen lässt, kann einfach nicht sicher für meine Wertsachen sein. Der Kasten saß aber fest. Vermutlich wurde das Haus drumherum gebaut. So fest war das Teil! Nun, damit wäre der erste Test bestanden. Wie aber ließ er sich öffnen? Ganz einfach, auch mit der Karte. Nur – wenn ich die Karte aus dem Kasten im Zimmer rausziehe und in den Kasten des Tresors stecke, habe ich ja keinen Strom. Ich musste mich also beeilen. Ich beeilte mich und siehe da – der Strom war noch an und der Tresor war offen. Probeweise schloss ich dessen Tür, ohne etwas reinzulegen. Man kann ja nie wissen. Dann öffnete ich die Tür wieder mithilfe der Karte. Super! So muss man sich keine Codenummern merken und irgendwelche Knöpfchen drücken. Einfach Karte rein und wieder raus. Wenn die Karte raus ist, macht es „Klick“ und man kann den Tresor noch schließen, aber nicht mehr öffnen. Erst durch die Karte wieder. Ich steckte also die Karte wieder in den Kasten für den Strom, der noch immer da war und bunkerte erstmal alles, was ich als Wert definierte. Dann Tür zu. Dann machte ich mich frisch und zog was anderes an. Zum Glück war das nächste Ziel unten und somit konnte ich eigentlich den richtigen Weg nicht verfehlen. Ich müsste mir nur eine Eselsbrücke schaffen, um wieder hierher zu finden. Dann steckte ich einen Zettel ein, auf dem meine Zimmernummer stand, denn ich musste mir die richtige Nummer ja erstmal merken. Dann nahm ich die Karte aus dem Kasten für den Strom und steckte sie ein, mich vergewissernd, sie nicht zurückgelassen zu haben und ging hinaus. Die Tür schloss ich von außen und probte gleich, ob die Karte noch passte, für den Fall, dass ich wieder ins Zimmer wolle. Karte passte und Tür ging auf. Manchmal ist man Spielkind, aber dafür kann ich nichts. Ich schloss die Tür wieder und schaute, ob die Karte noch bei mir war. Dann schritt ich dem Ort entgegen, wo es Abendbrot geben sollte, nämlich zum…