Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Andyhank · Kapitel 3 von 29

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Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Unterwegs zum Bus

 

Ich schloss die Tür, packte meinen Koffer und meinen Rucksack ins Auto (bzw. ließ es durch den Fahrer packen) und nahm Platz. Hinter mir saß eine Frau, die schon von weiter her abgeholt wurde. Von Buch, also vom anderen, nördlicheren Ende Berlins. Muss ja eine Weltreise gewesen sein. Und dann ging es auch schon vorwärts. Es sollte noch in irgendeinem Nest ein Mann abgeholt werden, der ebenfalls mitfahren sollte. Zumindest bis zum Buspunkt in Dresden, von wo aus ein Bus nach Ungarn fahren sollte und einer weiter nach Slowenien. Denn der Transfer ging erstmal nach Dresden, von wo es aus so richtig losgehen sollte. Also etwa 3 Stunden Fahrt. Die Frau hinter mir wurde halb 2 abgeholt. Ich halb 4. Eine weite, nächtliche Fahrt. Zum Glück waren die meisten Straßen unterwegs beleuchtet, sodass man außerhalb der Fenster auch noch etwas sehen konnte. Nachher auf der Autobahn ließ sich nur vorwärts etwas sehen, Neben dem Bus selten etwas, außer vorbeihuschende Lichter anderer Autos, wobei man bei manchen Rasern den Eindruck hatte, zu stehen, anstatt zu fahren. Nun ja, nur fliegen scheint schöner zu sein…

Wir kamen auch schnell in dem Nest an, wo der Mann aufgegabelt werden sollte und dann ging es schnell weiter. Oh man, der Mann konnte quatschen! Ich kann ja schon recht redselig sein, doch der kaute mir fast ein Ohr ab. Ich war froh, wenn er mal eine Pause einlegte. Nun kann man ja schlecht sagen: „Nun halt doch mal deine Klappe!“ – ohne unhöflich zu wirken. Also hoffte ich, dass er durch meinen angestrengten Blick aus dem Fenster verleitet wird, mit seinen Wörtern und endlosen Sätzen aufhört zu jonglieren. Irgendwann kamen die Sätze endlich nur noch spärlich, sodass ich schon Hoffnung hegte, es möge besser werden. Doch dann warf der Fahrer ein Wort in die Stille und der Mann laberte wieder drauf los. Es war einfach nicht zum Aushalten! Ich hoffte inständig, der Laberheini würde nicht auf die Idee kommen, sich im Bus neben mich hinzusetzen, wobei das eigentlich nicht gehen würde, weil ja jeder einen ihm zugewiesenen Sitzplatz hatte. Als die Sonne aufging, hielten wir mal kurz an, weil ich eine Stange Morgencappu abstellen wollte, der sich durch den Druck auf den Gürtel in der Hose bemerkbar machte. Nun, manchen Dingen sollte man ihren Lauf lassen und so machten wir eben kurz Pause. Dann ging es weiter und ich konnte nebenbei ein Foto der aufgehenden Morgensonne schießen. Der Tag schien interessant zu werden…