Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Andyhank · Kapitel 14 von 29

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Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Thermalbad

 

Als sich die Lifttüren öffneten, schlug mir sofort eine wohlige Wärmewoge entgegen. Ich tappte in den Gang hinein und nahm mir den erstbesten Liegestuhl. Das heißt, ich warf mein Saunatuch darauf und den Bademantel hinterdrein. Dann schritt ich um das erste Becken herum, bis ich dort war, wo der Einstieg in die Gewässer war und an der Stelle, wo man die Badelatschen zurücklässt. Meine werde ich bestimmt wiederfinden, dachte ich belustigt, da im Moment eh nur ein Paar (geschätzte 34) neben mir stand, das aber im Größenvergleich mit meinen Latschen (48) ziemlich mickrig ausschaute. Ein Bademeister war gerade nicht zugegen, aber sonst sitzt immer am Rand vom heißesten Becken jemand und passt auf, nicht dass da jemand Ertrinkungsversuche im flachen Heißwasserbecken machen könnte, oder andere Dinge passieren, die in einem solchen Bad nicht passieren dürften. Man kann ja nie wissen. Ich wusste das nur zu gut und stolperte somit erstmal in das mittlere Becken hinein. Jaaaa, nicht unangenehm. Von dort aus ins unterste Becken, mit den 32°C, gefühlte 28°C, also eher Winterfrische. Da ich lieber tauche und weniger schwimme, versuchte ich die Unterwasserwelt zu erkunden. Jedoch eignete sich das 1 Drittel Thermalwasser nicht so gut zum Tauchen, wie es in einer anderen Badeanstalt der Fall ist, wo normales Wasser, bzw. chlorhaltiges Nass verwendet wird. Irgendwie sah ich meine Umgebung nur verschwommen. Ich gab es also auf und ging ins mittlere Becken zurück, wo die Unterwassermassagestrahlen den Körper aufreizen sollen. Zufällig gingen sie gerade los, als ich den Versuch machte, dorthin zu gelangen, was nicht einfach war, da die Stufen in das dafür geschaffene Rondell farblich unsichtbar waren, sodass ich erstmal über die zwei Stufen ins Wasser flog. Nur gut, dachte ich, dass hier Wasser ist. Nicht auszudenken, wenn nicht… Dann ließ ich mir den Rücken vom ziemlich heftigen Wasserstrahl massieren, hörte aber bald auf, weil eine Stelle unmäßig zu jucken anfing und meine Badehose die Form eines Ballons angenommen hatte. So schwebte ich also zur Treppe zurück, die hinausführte und ging die Stufen hinauf und hinab, die ins 100%’ge Thermalwasser führten, ins 38°C Becken. HOOOAAA…, das waren eher gefühlte 40°C! Ich watete vorsichtig zum Rand, wo man sich hinsetzen oder hinfläzen konnte, je nach Bedarf und Laune. Ich tauchte bedächtig unter und streckte meine Beine weit von mir, so weit es die Gliedmaßen zuließen. Hach, ein ganz anderes Beingefühl, als in der Badewanne oben im Zimmer…

Ich ließ mich von der heißen Wärme einlullen. Nun steht ja die Frage offen, wie lange man in solchem Wasser liegen darf, da nicht jeder dieses Wasser lange verträgt. Ich hatte die Information bekommen, dass man dort etwa 20 Minuten rein darf. Oder man müsste einen Arzt fragen. Allerdings war gerade kein Arzt da und der Bademeister verstand sicherlich ungarisch besser, als deutsch, zumal ich in Ungarn war, wo sowieso alle Menschen dort mehr ungarisch sprechen, als deutsch. Jedenfalls meistens so, dass die landesansässigen Menschen mehr die Landessprache sprechen, als andere Sprachen. Obwohl es aber auch anders sein könnte, aber ich war viel zu faul, mich zu erkundigen. In der Folgezeit machte ich es so, dass, wenn mir die Hitzeschweißperlen die Stirn hinab liefen, ich dann dem Heilbad entstieg. Man will es ja nicht übertreiben, zumal ich in meiner Urlaubszeit von zwei Fällen gehört hatte, wo beide Leute einen Herzkaspar bekommen hatten, aufgrund zu langen Verbleibens im heißen Thermalwasser.

 

Am ersten Tag blieb ich etwa eine halbe Stunde im Wasser. Dann fühlte ich mich so richtig aufgetankt und ging, in den Bademantel gehüllt und dem Saunatuch umschwungen erst aus dem Wasser, aber ohne beide Stoffe, dann in die Stoffe, dann in den Lift und dann auf mein Zimmer, um die nasse Badehose so schnell wie möglich loszuwerden, den Heißluftfön im Bad zwecks Ganzkörpertrocknung zu verwenden und mich umzuziehen fürs Frühstück. Hunger war nun da und Tatkraft auch. Musste nur noch irgendwie entwickelt werden. Also, auf zum Buffet!