Zalakaros, Urlaub in Ungarn
Nochmal SZILAGYI CUKRASZDA
Ich war noch ein paar Mal in diesem Cafe zu Gast und genoss echt leckeren Kuchen. Bei einem Besuch hatte ich mir erst zwei Stückchen Kuchen bestellt und danach nochmals zwei. Das letzte Stückchen war so ergiebig, dass ich – wenn ich das letzte zuerst bestellt hätte - die anderen drei nicht mehr runtergekriegt hätte. So zwang ich es hinein und war froh, es geschafft zu haben. Bei gutem Wetter saß ich draußen und genoss die frische Luft, sowie die ausgiebige Sonne. Einmal saß ich draußen völlig alleine und genoss meinen Kaffee. Die Kellnerin mit dem leckeren Hintern musste mitbekommen haben, dass ich auf sie stehe, denn als ich einmal an einem anderen Tag draußen saß und mit einem deutschen Ehepaar, das ich da kennenlernte, Kaffee trank und in die Runde fragte, als die Kellnerin im Abgang war, aber noch in Reichweite – ob jemand wüsste, wie man auf ungarisch sagt „Sie haben einen geilen Hintern“ – und niemand eine Antwort wusste – musste sie es mitbekommen haben – also besser deutsch verstehen, als sie zugab – wie ich an einem anderen Tag mitbekam, als sie die Bestellung der deutschen Gäste an meinem Nebentisch aufnahm und ich sie, als sie meinen ersten Kaffee abräumte, ansprach: „Sie verstehen also doch gut Deutsch!“ – worauf sie nur meinte: „Ein bisschen“ (wer’s glaubt…) – jedenfalls saß ich an dem Tag alleine und die Kellnerin kam an die Tür und kokettierte direkt vor mir, indem sie sich an der Tür erst mir zuwandte, dann umdrehte und scheinbar die Öffnungszeiten betrachtete (Originaltext: Mo – So geöffnet, Montag Ruhetag) und mir ihre Kehrseite zeigte, dann wieder von vorne und dann nochmal von hinten – da wurde mir neben der von oben scheinenden Sonne auch warm ums Herz und ich schallt mich einen Narren, nicht die Kamera, die ich dabei hatte, angemacht zu haben, zumindest als Video oder Foto. Dummerweise kamen dann doch Gäste und ich konnte nicht weitergucken, weil die Pflicht die Kellnerin ins Innere rief. Ich bin aber auch sowas von…, von…schüchtern, ein anderer hätte wohl die Gunst der Stunde genutzt. Doch in einem anderen Land? Wie reagiert man da, wenn zwei Leute verschiedene Sprachen sprechen?
Nun ist es ja so, dass zwar Frauen zu Multitasting fähig sind, Männer aber zwei Gehirne haben. Eins sitzt im Kopf, eins in der Lendengegend. Man muss sich das wie eine Glasröhre mit einer sich gegenseitig in der Waage haltenden Flüssigkeit vorstellen, wo ein Druck von beiden Seiten ausgeübt wird und am Ende jeweils ein Ein- und Ausschalter sitzt. Überwiegt der Druck des Lendengehirns zum Beispiel, wird die Flüssigkeit zum Kopfgehirn gedrückt und dieses ausgeschaltet. Dann denkt das Lendengehirn autark und übernimmt die Urteilsfähigkeit, die in der Lendengegend stärker ausgeprägt ist, als wir es vom überlegteren Teil des Kopfgehirns kennen. Das drückt sich dann so aus, dass der Mann in diesem Moment eher blind agiert und nur noch auf eine bestimmte Handlung fixiert ist. Sozusagen eine Art Tunnelblick, um das Wesentliche nicht zu verlieren. Und genau so war es auch bei mir! Vorsorglich hatte ich mir für Zalakaros 20 Kondome für 10 Tage mitgenommen. Nach Hause nahm ich nur noch 2 davon mit zurück. Man(n) muss ja den Pegel in Waage halten und somit den entsprechenden Druck abbauen, wenn man keinen Tunnelblick haben und sich zum Affen machen will.
Oh Schönheit aus den fernen Länden
Ich möchte dich auf meinen Händen
Zu ungekanntem Spiele tragen
Allein – ich wag es nicht zu wagen
Nun ja, jedenfalls hatte ich noch meine Tischnachbarn, die mir, wo ich gerade auf dem gleichen Schlenderpfad wie sie war, nach der Kaffeerunde ihr gemietetes Haus zeigten. Ein Haus mit zwei Stockwerken. Ein Stockwerk hatten sie für sich, mit zwei Schlafzimmern, Küche, Bad (Klo, Badewanne und Dusche), Balkon, Terrasse – pro Tag für 22,50 Euro… Lachhaft! Und die Verpflegung in Ungarn ist derart preiswert, dass man eigentlich noch nicht mal zu kochen bräuchte… Und wenn man mobil ist – ein Vorteil sondergleichen. Nun ja, in Zalakaros gab es ja auch genug Häuser und Wohnungen zu mieten. Zur Not könnte man aber auch ein Hotelzimmer nehmen, wobei ich bezweifle, dass die Häuser alle gleichzeitig ausgebucht sind. Vor dem Haus gab es einen Briefkasten mit Flayern, auf denen für die Wohnung mit Telefonnummer und Webadresse geworben wurde. Im Prinzip braucht man noch nicht mal das – wenn man nach Zalakaros fährt – man muss nur hinfahren, sich ein Haus aussuchen und die davor angegebene Nummer anrufen – Voila – schon hat man eine Wohnung, z.B. als Ausgangspunkt für weitere Unternehmungen…