Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Andyhank · Kapitel 4 von 29

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Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Ankunft in Dresden

 

Da dem Fahrer gewahr wurde, dass ich Dresden eigentlich noch nicht kannte und ich so schwärmerisch von der wiederaufgebauten Frauenkirche sprach, und wir eigentlich noch Zeit hatten, versprach er einen kleinen Rundgang, oder besser: eine kleine Rundfahrt zu machen, besonders um eben erwähntes Gebäude und andere Sehenswürdigkeiten. Ich kannte nämlich noch nicht einmal die Frauenkirche, wie sie vorher als Ruine ausgesehen hatte. Als alter Ossi hatte ich es einfach zu DDR-Zeiten versäumt, mir die Überbleibsel anzuschauen – zumal ich ja nach dem Grundsatz gehe – wozu dorthin fahren, ich kenne da ja niemanden, also fahre ich da auch nicht hin. Es sei denn, ich kenne jemanden, der da auch hin will, was der Angelegenheit dann natürlich einen völlig anderen Anstrich geben würde. So kam ich also in den Genuss der neuen Frauenkirche, zumindest von außen und einiger anderer Gebäude, deren Bedeutung der Fahrer gut zu kennen schien, nun ja, kein Kunststück, wenn man aus Dresden kommt, obwohl ich ja auch aus der Nähe Berlins komme, mich dort aber kaum auskenne, wenn überhaupt.

Als der Bus an der Sammelstelle ankam, dachte ich sofort an eine Kaffeefahrt. Rentner! Nichts als Rentner! Kein jüngeres Wesen, dem ich mich etwa anschließen könne – nichts! Na, das kann ja heiter werden, dachte ich, gleichermaßen verärgert und belustigt. Ich stellte mich in etwa in die Mitte. Neben mir stand ein altes Omilein, das mir sofort sympathisch war. Wir kamen ins Gespräch. Natürlich unterhielten wir uns über das Wetter, denn es war zwar sonnig, aber kalt. Nun ja, kurz vor sieben Uhr ist es eben noch kalt, gerade im April. Dann kamen die Busse und ich erfuhr deren Reiseziele. Omilein stieg nicht in den Bus nach Slowenien. Dafür aber der Laberheini vom Transferbus. Oh, was war ich erleichtert. Soll er den Leuten dort ein Ohr abkauen, Hauptsache nicht mir! Seine Mitreisenden taten mir jetzt schon ein bisschen leid…, aber nur ein bisschen. Dann fuhr der zweite Bus vor und ich konnte endlich mein Gepäck loswerden. Dann lernte ich unsere Reiseleiterin für den Bus und den Fahrer kennen. Nach Abhaken von der Strich- und Namensliste durfte ich dann auch endlich einsteigen. Och, wie gemein – kein Fensterplatz! Ich hatte die Sitznummer 19. Also saß ich zum Gang hin. Andererseits war das auch nicht schlecht, denn so konnte ich wenigstens in Schräglage mal meine Beine etwas strecken, denn bei einer in etwa 11stündigen Fahrt und dem nicht gerade idealen Abstand zum Vordersitz müssen sich auch mal Beine die Füße vertreten dürfen. Das muss man ihnen zugestehen, will man später noch etwas von ihnen haben.