Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Andyhank · Kapitel 7 von 29

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Zalakaros, Urlaub in Ungarn

MenDan

 

Das MenDanHotel wurde so um die 1965’ger erbaut. Es trägt den Namen der zwei Töchter des Besitzers. Men und Dan. Zum Glück war es kein deutscher Besitzer, der womöglich zwei Söhne hatte, eventuell noch mit den Namen Karl und Gustav. Sonst würde das heutige MenDanHotel KarlGustavHotel heißen und das klänge doch irgendwie einfältig. Wobei es aber auch eine Gewöhnungsfrage ist, wie man sich an Namen gewöhnt. Das Hotel umfasst zwei Gebäudekomplexe, die miteinander verbunden sind. Im unteren Geschoss des einen Gebäudes befindet sich das Saphirrestaurant, in dem es die Mahlzeiten gibt. Daneben, durch zwei riesige Aquarien getrennt, befindet sich die Therme mit drei Becken mit jeweils 28°C, 32°C und 38°C. Im ersten kann man umherschwimmen, wobei es dort einen zeitlichen bedingten Strudel gibt, der dem Wasser einen dermaßen Schwung gibt, dass man sich im Kreis treiben lassen kann. Im zweiten, mittleren Becken gibt es Wasserstrahlmassagen und Whirlpoolanwendungen. Im dritten, heißesten Wasser gibt es nichts. Da kann man sich einfach an den Rand legen und Wärme auftanken. Zumal das untere Becken 1 Drittel Thermalwasser hat, das mittlere zwei Drittel und das stille Becken, also das Becken mit den 38°C 100% Thermalwasser aufweist. Es soll gut gegen alles sein, was der Gesundheit schadet. Also gut gegen Zahnfleischschwund, Knochenbrüche und Hautverletzungen. Ob es gegen Löcher in Töpfen gut sein soll, wird nicht erwähnt, doch könnte dies auch zutreffen. Wobei die Temperatur gefühlt eher 40°C entspricht – je nach eigenem Befinden und Körpertemperatur, ob man sich im warmen Thermalbad schon eine Weile aufhält, oder gerade von draußen kommt und direkt dort eintaucht. Leider fußt das Bad nur im Gebäude, es gibt keine Möglichkeit hinauszuschwimmen, weil an diese Möglichkeit in der Bauphase wohl erst gar nicht gedacht wurde. Man kann aber rausgehen, dann aber auf dem üblichen Weg, also an der Rezeption vorbei.

Direkt über dem Thermalbad gibt es eine Bar, die rund um die Thermalbecken verläuft und durch eine brückenartige Verbindung mit den angrenzenden Anwendungszimmern vereinigt wird, in denen man Massagen bekommen kann. Diese beiden Geschosse werden durch ein buntes Kuppeldach abgeschlossen. Direkt über dem Kuppeldach geht das Haus in drei Etagen aber weiter. Hier sind die Hotelzimmer aufzufinden. Man kann direkt aus dem dritten Stockwerk am unteren Rand, da er durchsichtig ist, ins darunter befindliche Thermalbad blicken. Dummerweise muss man im Bad eine Badehose tragen, sodass es nicht viel zu sehen gibt, bzw. man im Whirlpool immer durch die aufsteigenden Luftblasen einen Ballon um die Hüfte trägt. Die ganzen Etagen werden mit je einem Treppenaufgang verbunden, sowie einem durchgängigen Lift, sodass man theoretisch direkt vom Hotelzimmer aus in den Badebereich gelangen kann, was auch sinnvoll ist, wenn man nur mit einem Bademantel (und der Badekleidung) bekleidet ist und in Badelatschen umherlatscht. Den Bademantel bekommt man vom Hotel. Meiner war irgendwie etwas kurz geraten – schließlich gehöre ich in punkto der Körperlänge eher nicht zum Querschnitt der normal gewachsenen Leute. Aber das war auch egal, ich trug ihn ja nur vom Zimmer bis zum Bad. In der Bar über dem Bad saß ich während meines Aufenthalts nicht, weil es dort einfach zu warm war. Zumal man vor dem Badegenuss ja nicht so schlemmen will und nach dem Bad eine nasse Badehose anhat und das ist schon nicht gerade angenehm. Auch vom Gefühl her…

Der ganze Komplex ist rund und wird mit einer Brücke mit dem nächsten Gebäude verbunden, das ebenfalls rund gebaut wurde. Dort befinden sich die übrigen Hotelzimmer, bis auf das Corelrestaurant, das sich unten befindet. Man kann von jeder Etage aus den Springbrunnen des Restaurants sehen, der rund wie das Gebäude selbst konzipiert wurde. Wenn man über die Brücke nun geht und eine Etage tiefer, kommt man zur Rezeption. Man kann sich also in das Gebäude nicht einschmuggeln, man muss immer an der Rezeption vorbei. Zumindest als Hotelgast. Wie die Zulieferung der Nahrungsmittel, der Gerätschaften und der Wäsche erfolgte, habe ich nicht erfragt. Womöglich gibt es da einen unterirdischen Punkt, denn der Fahrstuhl ging noch weiter nach der Null. Man kann mit dem Fahrstuhl auch aufs Dach fahren, dort befindet sich eine Liegeterrasse, auf der man sich bei gutem Wetter sonnen kann. Doch war ich dort ebenfalls nie, da die Sonne bei meinem Urlaubsaufenthalt nicht so stark schien, als dass es sich lohnen würde, da hinaufzufahren.

 

Das ganze Hotel befindet sich auf einem Komplex von Gebäuden und Parks, die sehr augengefällig angelegt wurden. Es folgt weiterhin eine Straße weiter unten, aber auf dem gleichen Platz auf dem sich das MenDan befindet, noch ein Appartementhotel für Leute, die größere oder besondere Zimmer und Suiten benötigen, und ein Campinghotel für Gäste, die lieber hinter Stoffwänden hausieren möchten. Man kann Frauenklamotten in Boutiquen kaufen, es gibt eine kleine Kaufhalle und jede Menge Fressbuden mit allerlei Angeboten. Seitlich vor dem Hotel gibt es eine Eisbar und angrenzend viele Restaurants, in denen man außen und innen schlemmen kann. Daneben einen Souvenirstand, einen Obstladen und wieder ein Schlemmerrestaurant, natürlich alle im Kleinformat und eher ländlich gehalten. Davor und dahinter sind die Parkplätze und rundherum weitere Parkanlagen, sodass man sich so richtig wohlfühlen kann.

Nun gut, zurück zum Hotel, in dem wir gerade angekommen waren.