Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Andyhank · Kapitel 26 von 29

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Zalakaros, Urlaub in Ungarn

Ausflug nach außerhalb

 

Ich machte mit dem netten Ehepärchen aus Erfurt zwei Ausfahrten mit. Einmal nach HEVIZ (Hevis) und einmal nach NAGYKANIZSA (Noschkanis – ich machte mir eine Eselsbrücke, um mir den Namen zu merken: Frosch und Kanus = Noschkanus – Noschkanis).

In HEVIZ sind viele Russen – folglich haben die Geschäfte dort viersprachige Aufschriften: Ungarisch, Russisch, Deutsch, Englisch. Ich war auf der Suche nach T-Shirts, also richtige – und nicht diese ollen, nichts sagenden Polohemden, die es fast überall zu kaufen gab. In einem Jagdladen wurde ich dann auch fündig und ich kaufte mir zwei dunkelgrüne Teile, wo auf einem ein silberner Keiler abgebildet und auf dem anderen eine kleine Tasche eingenäht war. Es gibt in der Stadt viele Läden zum Gucken und überhaupt war dort mehr los. Es wurde viel gebaut und viele Leute liefen herum. An einem Stand stand (hihi, zweimal „stand“) ein Tischchen mit einem Korb voller Babypuppen, die, wenn man sie schüttelte, lachten und Babygeräusche machten. Davon machte ich ein Kurzvideo, damit man auch sehen kann, was man hören kann. Dann gibt es in dem Ort einen Thermalsee, der angeblich jeden Abend abgepumpt wird, damit am nächsten Tag frisches Wasser drin ist. Wird wohl was Wahres dran sein, zumal HEVIZ dafür weltbekannt scheint. Vor einem Billigladen hingen Klamotten herum, die alle für je 500 Ft, ca. 1,80 Euro zu haben waren. Und nicht mal schlechte. Ich suchte mir ein Shirt aus, für das ich in Deutschland garantiert 5 – 7 Euro hätte berappen müssen. Der Schickimickiladen davor an der Ecke hatte nicht bei weitem die Bohne an Auswahl – von den Preisen für seine Bäh-Klamotten mal ganz zu schweigen… Nun ja, Geschmack ist eben verschieden. Dem einen gefällt’s, dem anderen nicht. Die Busfahrt von Zalakaros zu dem Ort dauerte etwa anderthalb Stunden (nur Hinfahrt). Zurück etwa auch so, nur etwas kürzer, weil auf der Hinfahrt aufgrund von Baustellen ein Umweg gefahren werden musste. Ansonsten war es nur ein Kurztripp. Allerdings ist HEVIZ ein guter Ausgangspunkt für weitere Aktionen, also eine lohnendere Basis für einen Urlaub mit Erlebnissen, sollte man sich merken, wenn man was erleben will.

 

In NAGYKANIZSA war ein Flohmarkt, wo ich auch in einer Markthalle ein schönes Shirt erstand. Ich las im Vorbeigehen 1500 Ft und sah, wie der Händler gerade dabei war, einzupacken. Erst ging ich weiter – doch dann überlegte ich es mir und ging zurück und fragte den Mann, ob ich das Shirt kaufen könne. Das mit dem Motorrad drauf und dem Wolf. Der Mann verstand gut Deutsch, das merkte ich bald. Er kramte auch das Shirt heraus und wollte 1900 Ft haben. Da bot ich ihm 1500 Ft und sagte ihm spitzbübig, er hätte den Preis vorher abmachen sollen, zufällig hätte ich das Preisschild vorher gesehen. Ich grinste ihn an und er gab mir das Kleidungsstück für 1500 Ft. Jaaa, es ist immer gut, die Augen offen zu halten.

Draußen lief der Flohmarkt quasi wie auf deutschen Flohmärkten ab, nur dass es hier auch jede Menge Schrottteile zu kaufen gab, die es auf deutschen Flohmärkten höchstens in der Schrotttonne zu finden gäbe. Vielleicht war es Bastlerbedarf, vielleicht aber auch nur Füllmaterial für die Tische, damit sie nicht so leer aussehen. Es gab einen Stand mit einem Vogelkäfig, in dem mehrere Vögel zum Kauf angeboten wurden und einen Stand mit einem riesigen Holzlöffel neben geschnitzten Weidenholzschalen. Ansonsten eigentlich alles vom Fahrrad, Moped, bis hin zum undefiniertem Schrott. Ich kaufte nichts – ich brauchte nichts – außerdem hätte ich ja den Kram mit mir rumschleppen müssen. In HEVIZ hatte ich in einem kleinen Laden eine schicke Öllampe gesehen, die man an die Decke hängen kann. Allerdings war an der alles schief und für 70 Euro war sie mir einfach zu schlampig hergestellt und sicherlich kein Original – das sah man auf den ersten Blick. Nun, in NAGYKANIZSA auf dem Flohmarkt sah ich auch eine solche Lampe, nur dass diese hier viel besser aussah und weniger kostete, Doch gefiel mir diese Ausführung auch nicht so sehr – es muss einfach passen – und schleppen hätte ich sie ja auch müssen, also kaufte ich sie nicht. Wir waren etwa zwei Stunden da, und die Zeit genügte völlig! Eine Fahrt ging etwa 20 Minuten – also vertretbar. Für 750 Ft ein Schnäppchen!